Leonardo Aktie: Gute Zahlen reichten am Donnerstag nicht

Der Auftragseingang stieg in neun Monaten um 28 Prozent; Umsatz und EBITA legten ebenfalls zu, während ihre Jahresziele gleich blieben.

Die Kernpunkte:
  • Auftragsziel für 2026 auf 29,5 Milliarden Euro erhöht
  • Umsatz- und EBITA-Jahresziele unverändert
  • Neunmonatsumsatz steigt um 14 Prozent
  • Leonardo und Fincantieri vereinbaren engere Marinekooperation

Leonardo hat gestern seine Auftragsprognose angehoben, die Ziele für Umsatz und operatives Ergebnis aber unverändert gelassen. Laut Reuters belasteten der begrenzte Umfang der Prognoseanhebung und die bestätigten Ergebnisziele die Aktie nach der Zahlenvorlage. Das Papier verlor gestern 4,0%, obwohl die Ergebnisse die Erwartungen übertrafen.

Höheres Auftragsziel, unveränderte Ergebnisprognose

Für 2026 erwartet Leonardo einen Auftragseingang von ungefähr 29,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Unternehmen rund 28,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr liegt weiterhin bei ungefähr 22,1 Milliarden Euro. Auch das Ziel für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, kurz EBITA, bleibt mit rund 2,21 Milliarden Euro unverändert.

In den ersten neun Monaten 2026 erreichte der Auftragseingang nach Unternehmensangaben 23,3 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 28%. Der Auftragsbestand übertraf 60,4 Milliarden Euro.

Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 14% auf 15,3 Milliarden Euro zu. Beim EBITA meldete Leonardo einen Anstieg um 38% auf 1,3 Milliarden Euro.

Der bereinigte Nettogewinn erreichte 812 Millionen Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 74,2% gegenüber dem Vorjahr.

Absichtserklärung für das Marinegeschäft

Am Dienstag unterzeichneten Leonardo und Fincantieri außerdem eine Absichtserklärung zur Stärkung ihres Gemeinschaftsunternehmens Orizzonte Sistemi Navali. Nach Angaben von Leonardo wollen die Partner damit Geschäftsmöglichkeiten im Bereich der Marineverteidigung im Inland und auf internationalen Märkten entwickeln.

An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Fincantieri 51%, Leonardo ist mit 49% beteiligt. Die Absichtserklärung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen über Orizzonte Sistemi Navali auszubauen.

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