Leonardo Aktie: Wachstum bis 2030

Der europäische Rüstungskonzern Leonardo peilt mit seinem Industrieplan bis 2030 eine Verdopplung des EBITA an. Die Beteiligung am Raketenspezialisten MBDA und EU-Fördergelder treiben das Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • MBDA-Beteiligung als zentraler Wachstumstreiber
  • EBITA-Ziel für 2030 liegt bei 3,59 Milliarden Euro
  • EU-Programm fördert Ausbau von Produktionskapazitäten
  • Aktienkurs notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch

Der europäische Rüstungssektor befindet sich im Aufwind — und Leonardo gehört zu den Unternehmen, die davon strukturell profitieren. Mit einem aktualisierten Industrieplan für 2026 bis 2030 und starken Impulsen aus dem Beteiligungsportfolio zeichnet sich ein klares Wachstumsbild ab.

MBDA als Wachstumsmotor

Besonders ins Gewicht fällt die 25-prozentige Beteiligung an MBDA, dem europäischen Raketenspezialisten. MBDA plant, zwischen 2026 und 2030 insgesamt fünf Milliarden Euro in die Produktion zu investieren — doppelt so viel wie im Vorgängerprogramm. Hintergrund ist die stark gestiegene Nachfrage nach Luftabwehrsystemen innerhalb der NATO. Bereits zwischen 2023 und 2025 hat MBDA seine Raketenproduktion verdoppelt; für 2026 ist ein weiteres Plus von 40 Prozent geplant, bei Aster-Luftabwehrraketen soll sich die Produktion erneut verdoppeln.

Bank of America schätzt den Gesamtwert von MBDA bis 2030 auf rund 55 Milliarden Euro — eine Bewertung, die den anhaltenden Bedarf europäischer NATO-Mitglieder an Abfang- und Gefechtssystemen widerspiegelt.

Ambitiöse Ziele für 2030

Leonardos eigene Prognosen für 2030 sind entsprechend ehrgeizig. Der Auftragseingang soll von 23,8 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 32 Milliarden Euro steigen. Der Umsatz wird mit 30 Milliarden Euro angepeilt, gegenüber 19,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Das EBITA soll sich von 1,75 Milliarden auf 3,59 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

Rückenwind kommt auch von der EU: Das am 30. März 2026 gestartete European Defence Industry Programme (EDIP) stellt 1,5 Milliarden Euro für 2025 bis 2027 bereit, davon über 700 Millionen Euro gezielt für den Ausbau von Produktionskapazitäten bei Drohnenabwehr, Raketen und Munition.

Marine, Weltraum und Marktumfeld

Neben dem Raketengeschäft erschließt Leonardo weitere Felder. Die italienische Marine prüft die Beschaffung der türkischen Kampfdrohne Bayraktar TB3 für den Flugzeugträger Cavour — eine Integration, die über das Gemeinschaftsunternehmen LBA Systems mit dem türkischen Hersteller Baykar abgewickelt würde. Die TB3 bewährte sich zuletzt beim NATO-Manöver „Steadfast Dart 2026″.

Im Raumfahrtsegment startete das Gemeinschaftsunternehmen Thales Alenia Space am 28. März 2026 erfolgreich den IOD-2-Satelliten. Der 30-Kilogramm-CubeSat soll als Technologiedemonstrator für ein künftiges LEO-Navigationssystem mit Zentimetergenauigkeit dienen und das Galileo-Netzwerk ergänzen.

Die Aktie hat in den vergangenen sieben Tagen rund 5,7 Prozent nachgegeben und notiert damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 64,44 Euro. Gemessen an den kommunizierten Wachstumszielen und dem strukturellen Rückenwind aus dem europäischen Verteidigungshaushalt dürfte dieser Rücksetzer für viele Investoren eher als Konsolidierung denn als Trendwende gelten.

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