Leonteq Aktie: Machtwechsel vertagt
Der geplante Führungswechsel bei Leonteq wird aufgrund eines ausstehenden Aktionärsdeals verschoben. Der bisherige Vorsitzende bleibt vorerst im Amt, während das Unternehmen auf operative Erholung fokussiert.

- Geplanter Wechsel an Verwaltungsratsspitze vorerst verschoben
- Aktionärswechsel mit Raiffeisen-Paket verursacht Verzögerung
- Bisheriger Vorsitzender bleibt für Übergangszeit im Amt
- Unternehmen strebt nach Verlustjahr 2025 operative Wende an
Leonteq muss den geplanten Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats vorerst verschieben. Grund ist eine bedeutende Verschiebung im Aktionariat, die komplexe Fragen der Corporate Governance aufwirft. Während die operative Wende nach einem verlustreichen Jahr 2025 oberste Priorität hat, sorgt eine regulatorische Hürde nun für personelle Kontinuität auf Zeit.
Corporate Governance bremst Nominierung
Eigentlich sollte Felix Oegerli auf der Generalversammlung am 1. April zum neuen Vorsitzenden gewählt werden. Er gehört jedoch einer Aktionärsgruppe an, die das 22,7-Prozent-Paket von Raiffeisen Schweiz übernehmen möchte. Solange die behördlichen Genehmigungen für diesen Deal ausstehen, rückt Oegerli aus Gründen der guten Unternehmensführung vorerst nicht an die Spitze.
Um eine Führungslücke zu vermeiden, stellt sich der bisherige Vorsitzende Christopher Chambers für eine Übergangszeit zur Wiederwahl. Eine außerordentliche Generalversammlung zur endgültigen Wahl eines Nachfolgers soll folgen, sobald die Transaktion rechtlich unter Dach und Fach ist.
Neue Impulse für den Verwaltungsrat
Trotz der Hängepartie an der Spitze steht eine personelle Erneuerung an. Barbara Heller und Juerg Steiger werden den Aktionären als neue unabhängige Mitglieder vorgeschlagen. Sie folgen auf Susana Gomez Smith, die nach sieben Jahren im Gremium nicht mehr zur Wiederwahl antritt.
Die Neubesetzung erfolgt in einer Phase, in der Leonteq unter Zugzwang steht. Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit einem Verlust ab. Zwar belebte sich das Kundengeschäft in der zweiten Jahreshälfte und die Kapitalquote blieb mit 16,9 Prozent stabil, doch die Profitabilität muss erst mühsam wiedererarbeitet werden.
Fokus auf das Geschäftsjahr 2026
Das Management verfolgt für das laufende Jahr ein klares Ziel: Die Rückkehr zu einem positiven Vorsteuerergebnis. Ein Baustein dieser Strategie ist die im Januar 2026 erhaltene Lizenzverlängerung durch die BaFin. Diese erlaubt es der Tochter Leonteq Securities (Europe), das Handelsgeschäft in Deutschland gezielt auszubauen und den Bereich Retail-Flow voranzutreiben.
Die nächsten Meilensteine sind die Generalversammlung am 1. April sowie der Abschluss des Anteilskaufs durch die neue Aktionärsgruppe. Erst nach der behördlichen Freigabe dieses Deals wird der Weg für die endgültige Neustrukturierung des Verwaltungsrats frei.
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