Li-FT Power Aktie: 38.970 Meter im Bohrprogramm
Li-FT Power beginnt mit 163 Bohrlöchern am Adina-Galinée-Projekt und sichert sich Option auf Renard-Mine. Aktie erholt sich leicht nach Kursrutsch.

- 163 Bohrlöcher am Kernprojekt geplant
- Oberflächenexploration auf 5.400 Hektar
- Gericht genehmigt Kaufoption auf Renard-Mine
- Aktie steigt um 4,48 Prozent
Li-FT Power hat seine Explorationssaison 2026 in Québec offiziell eröffnet. Der Lithium-Explorer meldete am Freitag den Start eines umfangreichen Bohr- und Oberflächenprogramms am Flaggschiff-Projekt Adina-Galinée sowie an mehreren weiteren Liegenschaften. Der operative Neustart fällt in eine kritische Phase: Die Aktie kämpft nach deutlichen Kursverlusten um Stabilität.
163 Bohrlöcher am Kernprojekt
Das Herzstück der Kampagne ist ein Diamantbohrprogramm am Adina-Galinée-Projekt. Li-FT Power plant 163 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von rund 38.970 Metern. Ziel ist es, die bestehende Mineralressourcenschätzung durch Infill- und Erweiterungsbohrungen zu untermauern.
Die Bohrungen testen Mineralisierungen bis in 400 Meter Tiefe. Das Unternehmen arbeitet mit Profilabständen von 50 Metern und Ansatzpunkten im Abstand von etwa 75 Metern. Parallel dazu startet Li-FT Power die Oberflächenexploration: Auf 5.400 Hektar sammelt das Team rund 680 Till-Proben, um weitere Spodumen-Pegmatit-Vorkommen aufzuspüren.
Regionale Offensive über vier weitere Standorte
Über Adina-Galinée hinaus baut Li-FT Power sein Explorationsnetz in Québec aus. An den Standorten Cancet, Tilly, Nottaway und Sirmac-Clapier laufen ebenfalls Arbeiten an. Insgesamt sieht das Programm 1.672 Till-Proben und 425 Gesteinsproben auf mehr als 16.300 Hektar vor.
Das Unternehmen will damit neue Bohrziele identifizieren und priorisieren. Diese breite Herangehensweise stützt die langfristige Ressourcenstrategie und knüpft an die jüngste Konsolidierung von Adina-Galinée an. Anfang 2026 hatte Li-FT Power das Projekt durch Übernahmen und Vereinbarungen mit Winsome Resources und SOQUEM vollständig unter eigener Kontrolle gebündelt.
Renard-Mine als möglicher Verarbeitungshub
Der Explorationsstart folgt auf eine wichtige juristische Weichenstellung. Mitte Juli erhielt Li-FT Power die gerichtliche Genehmigung für seine Kaufoption auf die Diamantmine Renard. Die Anlage liegt rund 60 Kilometer südlich des Adina-Projekts und verfügt über eine Verarbeitungsanlage mit einer Jahreskapazität von 2,2 Millionen Tonnen, ein Kraftwerk und einen Flughafen.
Das Unternehmen prüft nun, ob sich diese bestehende Infrastruktur zu einem zentralen Lithium-Verarbeitungshub umbauen lässt. Gelingt das, könnten künftige Investitionskosten für die Produktion sinken.
Erholung nach schwerem Kursrutsch
An der Börse zeigte die Aktie vor dem Wochenende erste Erholungszeichen. Am Freitag schloss der Kurs bei 2,10 Euro, ein Plus von 4,48 Prozent. Der technische Druck bleibt dennoch hoch: Auf 30-Tage-Sicht steht ein Minus von 25,80 Prozent zu Buche, und der Kurs liegt weiterhin deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 3,11 Euro.
Der jüngste Ausverkauf hat den RSI auf 31,2 gedrückt — die Aktie nähert sich damit überverkauftem Terrain. Zum 52-Wochen-Hoch von 5,70 Euro aus dem Januar klafft weiterhin eine Lücke von rund 63 Prozent.
Im Fokus der Anleger steht nun die operative Umsetzung des 163-Loch-Programms. Erste Bohrergebnisse dürften entscheidend dafür sein, wie die nächste Aktualisierung der Ressourcenschätzung ausfällt und wie belastbar die Pläne zur Renard-Integration sind. Konkrete Nachrichten zum Bohrfortschritt werden in den kommenden Wochen der wichtigste Kurstreiber sein.
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