Li-FT Power Aktie: Verlust verachtfacht auf 12,59 Millionen

Li-FT Power verzeichnet im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 12,59 Millionen C$ und stärkt die Liquidität mit 23 Millionen C$.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust steigt auf 12,59 Millionen C$
  • Winsome-Integration erhöht Personal- und Beratungskosten
  • Renard-Optionsgebühr kostet 12 Millionen C$
  • Aktie seit Jahresbeginn 35 Prozent schwächer

Li-FT Power hat die Finanzergebnisse für das zweite Quartal und das am 30. Juni 2026 endende erste Halbjahr vorgelegt. Laut Reuters weitete sich der Nettoverlust des Unternehmens massiv aus und erreichte 12,59 Millionen Kanadische Dollar (C$), nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich ein Minus von 1,43 Millionen C$ zu Buche gestanden hatte.

Auch der operative Verlust stieg deutlich an und wurde mit 11,14 Millionen C$ beziffert, was die gestiegenen Aufwendungen für die laufenden Projekte und die Unternehmensexpansion verdeutlicht.

Kosten durch Winsome-Integration steigen

Ein wesentlicher Treiber für die gestiegenen Ausgaben sind die Kosten im Zusammenhang mit der Integration von Winsome. Laut Reuters führten diese organisatorischen Veränderungen zu höheren Ausgaben für Personal sowie zu gestiegenen Beratungskosten.

Zudem belasteten höhere Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen die Bilanz des Unternehmens im Berichtzeitraum. Diese Faktoren spiegeln den personellen und administrativen Ausbau wider, den Li-FT Power zur Bewältigung seiner erweiterten operativen Basis vorgenommen hat.

Parallel zu den laufenden Betriebskosten verzeichnete das Unternehmen im Bereich der Investitionstätigkeit erhebliche Abflüsse. Ein zentraler Posten war dabei eine Optionsgebühr in Höhe von 12 Millionen C$ für das Minengelände Renard.

Diese Zahlung ist Teil der Strategie, die Infrastruktur für die künftige Aufbereitung von Spodumen zu sichern. Zum Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 18,81 Millionen C$.

Kapitalbasis durch Finanzierung gestärkt

Obwohl die Cash-Position zum Halbjahresende durch die Investitionen beansprucht wurde, hat Li-FT Power vor rund zwei Wochen seine Liquiditätssituation durch eine öffentliche Finanzierungsrunde deutlich verbessert. Im Rahmen eines sogenannten Bought-Deal-Angebots flossen dem Unternehmen brutto 23 Millionen C$ zu. Dabei wurden insgesamt 7.935.000 Stammaktien zu einem Preis von 2,90 C$ je Aktie ausgegeben.

Das Konsortium unter der Leitung von Canaccord Genuity Corp. übte dabei die Mehrzuteilungsoption vollständig aus, wodurch das ursprüngliche Zielvolumen von 20 Millionen C$ übertroffen wurde. Diese Mittel dienen dazu, die weiteren Explorations- und Erschließungsschritte zu finanzieren, während das Unternehmen die Integration der neuen Projektanteile vorantreibt.

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage im Lithiumsektor und die jüngste Verwässerung durch die Kapitalmaßnahme wider. Der aktuelle Kurs der Aktie liegt bei 1,74 €, was einem Rückgang von 35 % seit Jahresbeginn entspricht. Damit notiert das Papier derzeit etwa 69 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 5,70 €, das noch im Januar erreicht worden war.

Trotz der operativen Verluste verfügt das Unternehmen durch die jüngste Kapitalaufnahme über den notwendigen Spielraum, um die geplanten Arbeiten am Renard-Standort und den übrigen Projekten fortzuführen.

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