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Linde: Fusion ist vom Tisch

Die Hoffnung, dass sich der Industriegase-Spezialist Linde mit dem US-Wettbewerber Praxair zusammenschließt und damit wieder zum Branchenführer aufsteigt, hat sich zerschlagen. Wie das Unternehmen mitteilte, haben die Anteilseigner einer Fusion eine Absage erteilt, weil man sich in wichtigen Detailfragen mit den Amerikanern nicht einig geworden sei.

© Linde

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Wäre es zu einem Zusammenschluss gekommen, hätten Linde und Praxair auf den Schlag den bisherigen Branchen-Primus Air Liquide wieder von der Spitze verdrängt. Dieser hatte im Frühjahr durch die Übernahme des ebenfalls in Amerika beheimateten Wettbewerbers Air Gas den Sprung nach oben geschafft. Damals wurden rund 10 Milliarden $ bezahlt, dafür weist Air Liquide jetzt einen Jahresumsatz von 23 Milliarden $ aus.

Linde muss zurück auf Ausgangspunkt

Hätten Linde und Praxair die Fusion geschafft, wäre ein Gase-Gigant mit einer Marktkapitalisierung von rund 60 Milliarden $ geschaffen worden. Dabei hätten beide Unternehmen pro Jahr Synergien von mehr als 600 Millionen $ umsetzen können. Doch das ist nun vorbei und entsprechend negativ fiel auch die Reaktion an der Börse aus:

In einem eh schon schwachen Marktumfeld zum Wochenbeginn stürzt die Aktie fast 8 % ab. Und muss nun zusehen, dass sie im Bereich ihrer 50- bzw. 100-Tage-Linie eine Stabilisierung hinbekommt. Letztlich gilt zusammengefasst: Sämtliche Bewertungsaufschläge aus der Fusion-Spekulation werden nun im Markt einkassiert.

linde-12-09-16

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