Lindt & Sprüngli Aktie: Senkt Wachstumsziel für 2026

Schwächere Nachfrage und Sommerhitze drücken die Jahresprognose; das Margenziel für 2026 bleibt unverändert.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum 2026 nur noch 0 bis 2 Prozent
  • Vorbörslicher Kursverlust von 5,7 Prozent
  • EBIT-Margenziel für 2026 bleibt bestehen
  • Mittelfristiges Umsatzziel von 6 bis 8 Prozent bestätigt

Eine deutliche Reduzierung der Wachstumsziele hat die Aktien von Lindt & Sprüngli heute vorbörslich um 5,7 Prozent auf 8.560,00 Euro einbrechen lassen. Der Schweizer Schokoladenhersteller senkte seine Prognose für das organische Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 spürbar.

Statt der bisher veranschlagten 4 bis 6 Prozent stellt das Management nun lediglich ein Plus von 0 bis 2 Prozent in Aussicht. Als wesentliche Ursachen nannte der Konzern eine spürbar schwächere Nachfrage und eine gestiegene Preissensibilität der Kundschaft auf den europäischen Märkten. Zudem habe eine Hitzewelle den Absatz im Sommer belastet.

Schwäche im europäischen Sommergeschäft

Nach Angaben des Unternehmens traf die sommerliche Hitzeperiode nicht nur das eigene Geschäft, sondern setzte die gesamte Schokoladenindustrie unter Druck. Hohe Temperaturen dämpfen traditionell den Appetit auf kakaohaltige Produkte und erschweren zudem Handel und Logistik.

Medienberichten zufolge machten sich die rückläufigen Auftragsvolumina vor allem im saisonalen Geschäft in Deutschland, der Schweiz und Österreich bemerkbar. In Übersee zeigte sich das Geschäft stabiler: In Nordamerika und den asiatischen Märkten verzeichnete das Unternehmen hingegen ein robustes Wachstum, das die Schwäche in Kontinentaleuropa jedoch nicht vollständig ausgleichen konnte.

Das vorbörsliche Minus markiert mit 8.560,00 Euro zugleich das aktuelle 52-Wochen-Tief der Aktie. Die Anleger reagierten damit unmittelbar auf die drastische Korrektur der Absatzerwartungen im traditionsreichen Kernmarkt.

Margenziel bleibt bestehen

Trotz des herben Rückschlags beim Erlös hält der Konzern an seiner Profitabilität fest. Die Prognose für die operative EBIT-Marge im laufenden Jahr 2026 bleibt unberührt: Lindt & Sprüngli rechnet unverändert mit einer Margenverbesserung um 20 bis 40 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr.

Ab dem kommenden Geschäftsjahr will das Management auch volumenseitig wieder zulegen. Für 2027 peilt das Unternehmen erneut ein positives Volumenwachstum an. Dieses Ziel soll über eine angepasste Preisstrategie, verstärkte Investitionen in die Marken, neue Produktinnovationen sowie Kosteneinsparungen erreicht werden. Flankierend setzt der Konzern dabei auf die Entlastung durch niedrigere Kakaopreise.

An der langfristigen Perspektive hält die Führung ebenfalls fest. Die mittelfristigen Ziele ab dem Geschäftsjahr 2028 wurden bestätigt: Angestrebt wird weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent bei einer jährlichen Verbesserung der EBIT-Marge um 20 bis 40 Basispunkte.

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