LION E-Mobility Aktie: 138,78 Prozent seit Jahresanfang

LION E-Mobility verzeichnet starken Auftragseingang für NMC+-Zellen, auch aus dem Verteidigungssektor. Das Unternehmen bestätigt die Jahresprognose von über 35 Millionen Euro.

Die Kernpunkte:
  • Neue NMC+-Zellen auf dem Weg
  • Militär als neuer Geschäftsbereich
  • Jahresprognose von über 35 Millionen Euro
  • Aktie steigt um 138 Prozent

LION E-Mobility steht vor einem Kapazitätssprung. Während das erste Quartal 2026 noch von geringen Umsätzen geprägt war, füllt sich das Auftragsbuch für die kommenden zwei Jahre rasant. Die neue NMC+-Zelltechnologie bildet dabei das Rückgrat der künftigen Produktion.

Die ersten NMC+-Serienzellen befinden sich bereits auf dem Seeweg von China nach Deutschland. Der Partner SVOLT liefert die Komponenten, die innerhalb der nächsten vier Wochen eintreffen. Das Unternehmen passt seine Produktionslinien parallel dazu bis Ende Juni an.

Verteidigungssektor als neuer Treiber

Ein neuer Faktor stabilisiert das Geschäft: der Verteidigungssektor. Ursprünglich belieferte LION vor allem Hersteller von Bussen und Lastkraftwagen. Nun qualifizieren sich die robusten NMC+-Zellen zunehmend für sicherheitskritische Anwendungen im Militärbereich.

Diese Entwicklung sorgt für eine langfristige Auslastung über die klassischen E-Mobilitäts-Märkte hinaus. Die hohe Leistungsdichte der neuen Zellen spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Sprung über die 35-Millionen-Marke

Finanziell markierte das Auftaktquartal eine Übergangsphase. Der Umsatz lag bei 3,3 Millionen Euro, während das operative Ergebnis mit 0,3 Millionen Euro knapp positiv blieb. Der operative Cashflow verbesserte sich hingegen deutlich auf 3,0 Millionen Euro.

Trotz des verhaltenen Starts hält das Management an der Jahresprognose von über 35 Millionen Euro fest. Im brandenburgischen Finsterwalde nimmt unterdessen das Geschäft mit stationären Speichern Form an. LION liefert hierfür Batteriecontainer mit fünf Megawatt Leistung für ein Großprojekt. Die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts ist für Juli 2026 geplant.

An der Börse lösten diese Nachrichten eine Rally aus. Die Aktie stieg seit Jahresanfang um 138,78 Prozent und notiert aktuell bei 2,34 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von 2,38 Euro wieder in greifbare Nähe. Mit der Inbetriebnahme in Finsterwalde im Juli und der umgestellten Produktion im Juni beginnt das Unternehmen mit der Skalierung.

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