LION E-Mobility Aktie: Umsatz 2025 um 68% auf 28,3 Mio. Euro
LION E-Mobility gründet Betreibergesellschaft für 5-MW-Speicher in Brandenburg und startet Produktion neuer Batteriepacks. Jahresprognose bleibt trotz Umsatzrückgang bestehen.

- Neue Speichergesellschaft in Brandenburg gegründet
- Produktion neuer Hochleistungs-Batteriepacks gestartet
- Umsatzprognose für 2026 bleibt unverändert
- Aktie trotz Tagesminus stark im Plus
Das Schweizer Technologieunternehmen LION E-Mobility treibt den Ausbau seines Geschäftsbereichs für stationäre Batteriespeicher (BESS) maßgeblich voran.
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Gründung einer neuen Betreibergesellschaft für ein Großprojekt im Bundesland Brandenburg. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach industriellen Speicherlösungen und setzt den im Sommer eingeschlagenen Expansionskurs operativ um.
Strategische Expansion im BESS-Sektor
Am 20. Juli gab die Tochtergesellschaft LION Smart Production GmbH die Gründung der BESS Finsterwalde Massen Energie GmbH bekannt. Dieses Gemeinschaftsunternehmen mit der Renoc Alternative Energien GmbH und der Stadtwerke Finsterwalde GmbH ist für den Betrieb eines 5-Megawatt-Batteriespeichersystems verantwortlich.
Das Projekt am Standort Finsterwalde stellt einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen dar, da es den Übergang vom reinen Komponentenlieferanten zum Mitbetreiber von Energieinfrastruktur markiert.
Die Anlage soll nach Abschluss des ersten Bauabschnitts über eine Speicherkapazität von 20 Megawattstunden verfügen. Medienberichten zufolge ist die Inbetriebnahme für den Sommer vorgesehen, sofern die Genehmigungen des Netzbetreibers und der zuständigen Behörden termingerecht vorliegen.
In einer zweiten Phase, die für den Beginn des kommenden Jahres geplant ist, soll die Kapazität auf insgesamt 40 Megawattstunden bei einer installierten Leistung von 15 Megawatt erweitert werden. Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte LION E-Mobility das erste Projekt dieser Größenordnung erfolgreich veräußert.
Technologischer Wandel und Produktionsstart
Parallel zum Ausbau der Speichersparte vollzieht das Unternehmen einen technologischen Generationswechsel bei seinen Batteriepacks. Seit dem 2. Juli läuft die Produktion am Standort der LION Smart nach einer planmäßigen Pause wieder auf vollen Touren. Im Fokus stehen dabei neue Hochleistungs-Batteriepacks, die auf NMC+-Zellen basieren. Diese neue Zellchemie soll ab dem dritten Quartal für signifikante Umsatzbeiträge sorgen.
Der strategische Übergang zu dieser neuen Technologie prägte auch die Ergebnisse des ersten Quartals. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres auf 3,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 6,5 Millionen Euro erzielt worden waren.
Auch das operative Ergebnis (EBITDA) lag mit 0,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 1,5 Millionen Euro. Laut CEO Dr. Joachim Damasky sei die Nachfrage nach den neuen Modellen jedoch bereits hoch, was eine deutliche Belebung in der zweiten Jahreshälfte erwarten lasse.
Finanzielle Basis und Marktsituation
Die finanzielle Grundlage für die aktuellen Investitionen bildete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025. LION E-Mobility konnte den Gesamtumsatz um 68 Prozent auf 28,3 Millionen Euro steigern. Besonders deutlich fiel die Verbesserung beim EBITDA aus, das von einem Minus im Vorjahr auf plus 7,5 Millionen Euro kletterte. Das Konzernergebnis drehte mit 3,0 Millionen Euro ebenfalls in die Gewinnzone.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bestätigt das Management die Prognose eines Umsatzes von über 35 Millionen Euro sowie ein erneut deutlich positives EBITDA. An der Börse verzeichnet die Aktie am heutigen Dienstag einen Kursrückgang von -8,65% und notiert damit bei 1,90 €.
Trotz dieser kurzfristigen Schwäche weist das Papier seit Jahresanfang eine positive Entwicklung von 98,95% auf, was das Vertrauen der Anleger in den langfristigen Wachstumspfad im Bereich der Elektromobilität und Energiespeicherung widerspiegelt.
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