Lockheed Aktie: Trübes Fahrwasser erwartet?
Der Rüstungskonzern legt Q1-Zahlen vor, während die Aktie hinter dem Sektor zurückbleibt. Analysten erwarten schwaches Umsatzwachstum, aber eine Serie von Gewinnüberraschungen.

- Aktie verliert deutlich gegenüber Sektorkollegen
- Markt erwartet nur geringes Umsatzwachstum
- Neue Großaufträge für Raketen und Wartung
- Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Während der Rüstungssektor zuletzt kräftig zulegte, lief Lockheed Martin in die entgegengesetzte Richtung. Am Donnerstag, den 23. April, legt der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — und die Erwartungen sind gedämpft.
Aktie weit hinter der Konkurrenz
Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund acht Prozent verloren. Der Sektor-Durchschnitt stieg im gleichen Zeitraum um 11,2 Prozent. Mit einem RSI von 32 ist das Papier technisch überverkauft — ein Zeichen, dass der Markt mehr als nur normale Skepsis einpreist.
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Sektorkollegen haben die Messlatte bereits gesetzt. RTX steigerte den Umsatz um 8,7 Prozent und übertraf Schätzungen deutlich. Northrop Grumman legte 4,4 Prozent zu. Für Lockheed erwartet der Markt lediglich 1,3 Prozent Umsatzwachstum — nach 4,5 Prozent im Vorjahresquartal.
Was Analysten erwarten
Beim Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 6,73 Dollar — ein Rückgang von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das klingt schwach. Allerdings hat Lockheed die Konsensschätzungen in den letzten vier Quartalen jedes Mal übertroffen.
Im vierten Quartal 2025 meldete der Konzern Umsätze von 20,32 Milliarden Dollar — ein Plus von 9,1 Prozent. Das EBITDA übertraf den Konsens um 8,2 Prozent. Kein Wunder, dass Analysten ihre Schätzungen für Q1 zuletzt kaum angetastet haben.
Das Auftragsbuch stützt den langfristigen Ausblick. Der Auftragsbestand liegt bei 193,6 Milliarden Dollar und ist in den vergangenen zwei Jahren im Schnitt um 7,2 Prozent jährlich gewachsen.
Neue Verträge kurz vor dem Termin
Kurz vor den Zahlen hat Lockheed seine Lieferkette für das ATACMS-Raketensystem gestärkt. L3Harris Technologies erhält einen Auftrag über mehr als 65 Millionen Dollar zur Produktion von Feststoffraketenmotoren. Lieferungen sind für 2027 und 2028 geplant.
Ferner sicherte sich Lockheed einen Zehnjahresvertrag des Pentagon für das C-130J-Wartungs- und Trainingsprogramm — ein IDIQ-Vertrag mit einem Volumen von bis zu 1,9 Milliarden Dollar. Parallel dazu stockt der Konzern seinen Venture-Capital-Fonds Lockheed Martin Ventures von 400 Millionen auf eine Milliarde Dollar auf.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei umgerechnet rund 668 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kurs von 570 Dollar. Ob die Quartalszahlen am Donnerstag die Lücke schließen, hängt vor allem davon ab, ob Lockheed seine Serie an Gewinnüberraschungen fortsetzt.
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