Lockheed Martin Aktie: 230 Milliarden Auftragsbestand
Lockheed Martin erhält grünes Licht für Ultra Maritime, bietet Peru ein 1,8-Milliarden-Paket und hebt die Jahresziele für 2026 an.

- Kartellbehörde genehmigt Ultra-Maritime-Übernahme
- Peru erhält 1,8-Milliarden-Dollar-Kooperationsangebot
- Auftragsbestand erreicht 230 Milliarden Dollar
- Lockheed hebt 2026-Prognose für Gewinn und Cashflow
Lockheed Martin verstärkt seine Präsenz auf dem internationalen Markt durch neue strategische Angebote und regulatorische Fortschritte. Nachdem das Bundeskartellamt am gestrigen Mittwoch die Übernahme von Ultra Electronics Inc. sowie zugehöriger Spezialisten für See- und Unterwasserkriegsführung freigegeben hat, unterbreitete der US-Rüstungskonzern ein umfassendes Kooperationspaket an Peru.
Dieses Angebot im Rahmen einer Offerte für F-16 Block 70 Kampfjets umfasst industrielle und soziale Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Gegenwert von 1,8 Milliarden US-Dollar.
Kartellrechtliche Freigabe und Milliarden-Offerte für Peru
Die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde ebnet den Weg für die Integration weiterer Kapazitäten im Bereich der maritimen Verteidigung. Bereits am 6. Juli hatte Lockheed Martin eine Vereinbarung zur Übernahme von Ultra Maritime für 3,45 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, die künftig der Sparte Rotary and Mission Systems angehören soll.
Parallel zum Ausbau des maritimen Portfolios treibt der Konzern den Absatz seiner Luftfahrtsysteme voran. Das industrielle Paket für Peru zielt darauf ab, durch die vorgeschlagene Lieferung der F-16-Flotte langfristige wirtschaftliche Impulse in dem südamerikanischen Land zu setzen.
An der Börse wird die Entwicklung derzeit verhalten aufgenommen. Die Aktie notiert aktuell bei 483,30 Euro, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vortag entspricht. Dennoch verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von 16 Prozent. Damit liegt der Kurs knapp 0,8 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 479,27 Euro, was auf eine stabile mittelfristige Unterstützung hindeutet.
Strategische Allianzen in Europa und technologische Tests
Auch in Europa festigt das Unternehmen seine Strukturen. Am Montag gab die Tochtergesellschaft Sikorsky bekannt, dass Česká letecká servisní als autorisierter Händler für Black-Hawk-Ersatzteile in der EU ausgewählt wurde.
Mit dieser Vereinbarung wird gleichzeitig das Firehawk-Programm in der Tschechischen Republik gestartet. Diese Kooperation unterstreicht das Bestreben des Konzerns, die Wartungs- und Lieferketten für seine Hubschraubersysteme innerhalb der Europäischen Union effizienter zu gestalten.
Im technologischen Bereich meldete das Unternehmen im August mehrere Erfolge. Am 12. August schloss Lockheed Martin den ersten integrierten Test mit dem neuen containerbasierten Startsystem Kodiak ab. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit Verizon und weiteren Partnern das NetSense-System demonstriert.
Diese Technologie nutzt 5G und künstliche Intelligenz, um unbemannte Flugsysteme zu erkennen. Zur Stärkung der US-Hyperschallprogramme investiert der Konzern zudem in die Entwicklung eines Modularen Nutzlast-Liefersystems (MPDS) und schloss am 11. August eine Vereinbarung mit Albany Engineered Composites für eine skalierbare Produktion ab.
Rekord-Auftragsbestand und angehobene Prognosen
Die finanzielle Basis für diese Expansion legte Lockheed Martin bereits mit den vor rund einem Monat präsentierten Ergebnissen für das zweite Quartal. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 20,1 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn 1,8 Milliarden US-Dollar erreichte.
Besonders deutlich fiel das Wachstum beim Auftragsbestand aus, der mit 230 Milliarden US-Dollar ein Rekordniveau markierte. Maßgeblichen Anteil daran hatte ein Großauftrag der U.S. Army vom 29. Juli über Patriot-Abfangraketen im Wert von bis zu 58,62 Milliarden US-Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management seine Ziele nach oben korrigiert. Die Prognose für den Gewinn je Aktie wurde auf eine Spanne von 29,95 bis 30,65 US-Dollar angehoben. Zudem erwartet das Unternehmen nun einen freien Cashflow zwischen 7,0 und 7,2 Milliarden US-Dollar.
Von der soliden Cashflow-Entwicklung profitieren auch die Aktionäre: Das Board hat für das dritte Quartal 2026 eine Dividende von 3,45 US-Dollar je Aktie autorisiert, die am 25. September ausgezahlt werden soll.
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