Lockheed Martin Aktie: Kongress prüft F-35-Paket

Der Konzern gewann einen Auftrag über bis zu 1,2 Milliarden Dollar und vereinbarte den Ausbau seiner Produktionskapazitäten.

Die Kernpunkte:
  • Army-Auftrag umfasst Precision Strike Missile Increment 2
  • GM Defense lieferte erste Patriot-Raketengehäuse
  • Rahmenabkommen soll Fertigungskapazitäten erhöhen
  • F-35-Verkauf an Saudi-Arabien noch kongresspflichtig

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin baut seine Position bei modernen Waffensystemen für die US-Streitkräfte weiter aus. Das Unternehmen sicherte sich einen Großauftrag der U.S. Army zur Fertigung der Precision Strike Missile Increment 2. Die Vereinbarung hat einen Gesamtwert von bis zu $1,2 billion. Sie umfasst sowohl die anfängliche Beschaffung als auch zukünftige Bestellungen, die nachfolgende Serienfertigung sowie die fortlaufende Weiterentwicklung des Lenkflugkörpers.

Für den Konzern bedeutet der Abschluss eine langfristige Auslastung der Produktionskapazitäten im Segment für hochpräzise Flugkörpersysteme. Die U.S. Army setzt bei der Modernisierung ihrer Artillerie- und Raketenfähigkeiten verstärkt auf Systeme mit vergrößerter Reichweite und Zielgenauigkeit, was die Nachfrage nach entsprechenden Folgechargen sichert.

Ausbau der Kooperationen und neue Flugkörperprogramme

Parallel zur Festigung des Bestandsgeschäfts forciert Lockheed Martin die Beschleunigung seiner Fertigungsketten. Das Unternehmen meldete den Erhalt der ersten Komponentenlieferung für Patriot-Abfangraketen durch General Motors.

Im Rahmen einer bestehenden Produktionsvereinbarung lieferte GM Defense die ersten Gehäuseteile bereits am 28. August aus, wie Lockheed Martin am 17. September bekannt gab. Die Zusammenarbeit soll bestehende Engpässe bei der Komponentenfertigung verringern.

Ebenfalls am 17. September stellte der Rüstungskonzern Einzelheiten zu einer Luft-Luft-Rakete der nächsten Generation vor. Zeitgleich schloss das Unternehmen ein Rahmenabkommen mit dem U.S. Department of War ab, um die Produktionskapazitäten gezielt hochzufahren. Diese Grundsatzvereinbarung bereitet den Weg für künftige Beschaffungsverträge mit mehrjährigen Laufzeiten.

Milliardenprojekt für F-35 im Nahen Osten

Erhebliche Impulse zeichnen sich zudem im internationalen Geschäft ab. Laut Reuters hat das U.S. Department of State am 17. September einen potenziellen Verkauf von 48 Kampfflugzeugen des Typs Lockheed Martin F-35 an Saudi-Arabien genehmigt. Das geplante Rüstungspaket hat einen Umfang von $24,3 billion und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den US-Kongress. Das Vorhaben umfasst neben den Tarnkappenjets auch 49 Triebwerke von Pratt & Whitney sowie die dazugehörige Ausrüstung für die Einsatzunterstützung.

Am Markt spiegelte sich die operative Nachrichtenlage zuletzt in einer verhaltenen Notierung wider. Am Dienstag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 451,80 Euro, was einem Tagesrückgang von 0,9 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Plus von 8,7 Prozent. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 616,00 Euro, das am 2. März 2026 erreicht wurde, liegt das Papier derzeit mit einem Abschlag von 27 Prozent zurück.

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