Lockheed Martin Aktie: Rothschild Redburn setzt auf 650 Dollar

Rothschild Redburn empfiehlt Lockheed Martin zum Kauf und erwartet bis 2030 steigende Umsätze sowie ein stärkeres Gewinnwachstum.

Die Kernpunkte:
  • Rothschild Redburn vergibt Kaufempfehlung
  • Kursziel liegt bei 650 Dollar
  • Umsatzprognose: jährlich 5,8 Prozent Wachstum
  • Metatek sichert sieben Jahre Exklusivität

Neue Rückendeckung von der Analystenseite: Rothschild Redburn nimmt Lockheed Martin mit der Einstufung „Buy“ in die Coverage auf. Das Kursziel liegt bei 650 Dollar, deutlich über dem zuletzt gehandelten Niveau von rund 507 Dollar. Dazu kommt ein Liefervertrag, der Lockheeds Technologiegeschäft jenseits der Rüstung ins Rampenlicht rückt.

Munition als Wachstumstreiber

Die Analysten sehen Lockheed als größten US-Rüstungskonzern mit direktem Zugang zur Wiederauffüllung der Munitionsbestände. Der Konzern hat mehrjährige Rahmenvereinbarungen für die Produktion von Abfangraketen und Marschflugkörpern geschlossen. Für das Segment Missiles and Fires Control erwartet Rothschild Redburn deshalb Wachstum im mittleren Zehnerbereich.

Auch beim Kampfjet F-35 rechnen die Experten mit stabiler Nachfrage über Jahrzehnte. Parallel dazu investiert Lockheed kräftig in den Weltraum, um dort Marktanteile zu sichern.

Für die Jahre 2026 bis 2030 prognostiziert das Haus ein jährliches Umsatzplus von 5,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll mit 9,2 Prozent pro Jahr schneller wachsen.

Bewertung und Management

Das Kursziel basiert auf einer Free-Cashflow-Rendite von 4,5 Prozent. Rothschild Redburn argumentiert, der Konzern habe die Früchte seiner steigenden Investitions- und Forschungsausgaben noch nicht geerntet. Zuletzt wuchs der Umsatz binnen zwölf Monaten um 7,2 Prozent, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 18,6.

Positiv bewertet das Haus auch die Stimmung im Unternehmen. Management und Belegschaft wirkten durch den Kurswechsel im Pentagon beflügelt, heißt es. Lockheed bringe rasch neue Produkte auf den Markt, weil die Regierung mehr Tempo verlangt und Verbündete günstigere Munition wünschen, die sich lokal fertigen lässt.

Auftragsbuch gut gefüllt

Zuletzt häuften sich die Großaufträge. Das US-Außenministerium genehmigte ein F-35-Geschäft mit Saudi-Arabien über 24,3 Milliarden Dollar, das 48 Jets umfasst. Hinzu kamen eine Vertragsänderung über 871 Millionen Dollar für F-35-Unterstützung und ein Auftrag über 1,21 Milliarden Dollar für die Präzisionsrakete PrSM Increment 2.

Abseits der Rüstung meldet der kanadische Geophysikdienstleister Metatek einen Vertrag mit Lockheed. Er bestellt ein neues Gravitationsgradiometer und sichert sich sieben Jahre globale Exklusivität für den Kauf solcher Systeme. Die Fertigung dauert rund drei Jahre. Für Lockheed ist das ein kleiner, aber langfristig planbarer Posten.

Konkreter Prüfstein für die These sind die nächsten Quartalszahlen. Sie zeigen, ob das Segment Missiles and Fires Control tatsächlich in Richtung des erwarteten Wachstums im mittleren Zehnerbereich läuft.

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