Lonza Aktie: Umbau vollendet

Lonza schließt milliardenschweren Verkauf ab und profitiert von seiner ADC-Technologie. Das Unternehmen meldet starkes Umsatzwachstum und erhöht die Dividende deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf der Kapselsparte für 2,3 Milliarden Franken
  • Starkes Umsatzwachstum und höhere EBITDA-Marge
  • Dividendensteigerung um 25 Prozent vorgeschlagen
  • Massive Investitionen in globale Produktionskapazitäten

Lonza transformiert sich in hohem Tempo zum reinen Spezialisten für die Medikamentenherstellung. Eine frische Millionenfinanzierung beim Partner Sidewinder Therapeutics belegt nun den Wert der hauseigenen Technologie für Krebsmedikamente, während der Konzern gleichzeitig den milliardenschweren Verkauf seiner Kapselsparte abschließt.

Technologische Stärke im ADC-Markt

Der Erfolg von Lonza hängt zunehmend von spezialisierten Plattformen ab. Ein aktuelles Beispiel liefert die Technologie-Partnerin Sidewinder Therapeutics. Diese sicherte sich am 8. April 2026 in einer Finanzierungsrunde 137 Millionen US-Dollar, um Präzisionsmedikamente in der Onkologie voranzutreiben.

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Dabei kommt Technologie der Lonza-Tochter Synaffix zum Einsatz. Für Lonza ist dies eine Bestätigung der Strategie, sich als führender Partner für komplexe Biologika zu etablieren. Die Plattform für Protein-Engineering und Konjugation bildet ein zentrales Element, um im wachstumsstarken Markt für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) eine dominante Rolle zu spielen.

Fokus auf das Kerngeschäft

Parallel zur technologischen Schärfung hat Lonza seine Konzernstruktur radikal vereinfacht. Im März 2026 wurde der Verkauf des Geschäftsfelds Capsules & Health Ingredients (CHI) an Lone Star Funds abgeschlossen. Der Deal bewertet die Sparte mit rund 2,3 Milliarden Franken.

Durch diesen Schritt flossen Lonza sofort 1,7 Milliarden Franken in bar zu. Das Unternehmen behält lediglich eine Minderheitsbeteiligung von 40 Prozent. Dieser Verkauf markiert den Abschluss der „One Lonza“-Strategie, mit der sich das Unternehmen vollständig als reiner Auftragsfertiger (CDMO) positioniert. Das frei gewordene Kapital soll nun gezielt in die drei Kernbereiche Biologika, synthetische Wirkstoffe und spezialisierte Modalitäten fließen.

Starke Zahlen und höhere Dividende

Die finanzielle Basis für diesen Kurs ist solide. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Lonza einen Umsatz von 6,5 Milliarden Franken, was einem währungsbereinigten Plus von 21,7 Prozent entspricht. Die Kern-EBITDA-Marge lag mit 31,6 Prozent über den Vorjahreswerten.

Aufgrund dieser Entwicklung schlägt der Verwaltungsrat für die kommende Generalversammlung am 8. Mai 2026 eine Anhebung der Dividende um 25 Prozent auf 5,00 Franken je Aktie vor. Ein besonderer Aspekt für Anleger: Etwa die Hälfte der Ausschüttung soll aus Kapitaleinlagereserven erfolgen, was für in der Schweiz ansässige Investoren steuerliche Vorteile bietet.

Ausbau der globalen Kapazitäten

Um die steigende Nachfrage nach komplexen Therapien zu bedienen, investiert Lonza massiv in die Infrastruktur. Die Integration des Ende 2024 von Roche übernommenen Standorts in Vacaville, Kalifornien, ist weit fortgeschritten. Die Anlage erweitert die Kapazitäten für die Produktion von Säugetierzellkulturen in den USA erheblich.

Gleichzeitig verläuft der Hochlauf der großvolumigen Wirkstoffanlagen im schweizerischen Visp nach Plan. Diese Standorte sind entscheidend, um die Produktion von Biokonjugaten und Gentherapien im industriellen Maßstab zu sichern.

Die Weichen für die Zukunft werden auch personell gestellt. Auf der Generalversammlung im Mai steht eine Erneuerung des Verwaltungsrats an. Mit Nominierten wie dem ehemaligen Eli-Lilly-Manager Stephen Fry will Lonza zusätzliche Expertise in den Bereichen Gesundheitswesen und Automatisierung gewinnen, um die technologische Führungsposition weiter auszubauen.

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