Lonza Aktie: Wachstumsmodell wird angehoben

Der CDMO-Konzern strebt 10 bis 13 Prozent organisches Wachstum an; die Prognose für 2026 bleibt bestehen.

Die Kernpunkte:
  • Mittelfristiges Umsatzwachstum von 10 bis 13 Prozent
  • CORE-EBITDA-Marge soll hohe 30 Prozent erreichen
  • Jahresprognose für 2026 unverändert bestätigt
  • Q3-Geschäft verlief laut Lonza planmäßig

Lonza hebt seine mittelfristigen Ziele an. Zum Capital Markets Day im kalifornischen Vacaville legt der Basler Auftragsfertiger ein aufgewertetes Wachstumsmodell vor und bestätigt zugleich die Jahresprognose. Die Q3-Zahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen.

Höhere Ambitionen nach dem Konzernumbau

Der Konzern sieht seine Transformation zum reinen Auftragsentwickler und -hersteller (CDMO) als abgeschlossen an. Nach dem Ausstieg aus dem Kapsel- und Gesundheitszutatengeschäft und weiteren Verkäufen gelang das laut Unternehmen in weniger als zwei Jahren.

Das neue Modell sieht organisches Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich vor, konkret 10 bis 13 Prozent im Schnitt über die Zeit, bei konstanten Wechselkursen. Der operative Kerngewinn (CORE EBITDA) soll schneller wachsen als der Umsatz. Die Marge soll mittelfristig auf eine Größenordnung von hohen 30 Prozent steigen. Das ist ein höheres Ziel als bisher.

Neu im Katalog steht außerdem eine Renditeambition: Der Ertrag auf das eingesetzte Kapital soll das Zwei- bis Dreifache der Kapitalkosten erreichen. Zudem soll sich die Umwandlung des Gewinns in freien Cashflow im Schnitt verbessern.

Unverändert bleibt der Rahmen für Investitionen. Sie sollen weiter bei einem mittleren bis hohen zweistelligen Prozentsatz vom Umsatz schwanken. Lonza verspricht außerdem weiterhin eine progressive Dividende.

Q3 ohne Überraschung

Im dritten Quartal lief es nach Unternehmensangaben in allen Geschäftsplattformen planmäßig. Die im Sommer angehobene Jahresprognose gilt weiter: 11 bis 12 Prozent Umsatzplus bei konstanten Wechselkursen und eine CORE-EBITDA-Marge von 33 bis 34 Prozent. Währungseffekte dürften das Wachstum um etwa 2 bis 3 Prozent bremsen.

Das auslaufende Kapselgeschäft entwickelte sich ebenfalls erwartungsgemäß. Dort rechnet Lonza für 2026 weiter mit einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich und steigender Marge.

Im ersten Halbjahr setzte der Konzern 3,4 Milliarden Franken um, das CORE EBITDA lag bei 1,2 Milliarden Franken.

Vacaville als Bühne

Der Veranstaltungsort ist kein Zufall. Der Standort, 2024 von Roche übernommen, ist Lonzas größte Anlage für die kommerzielle Produktion komplexer Biologika. Das Management will dort Einblicke in die Plattform Integrated Biologics geben, die von der Entwicklung bis zur Produktion alles aus einer Hand bündelt.

Die Präsentation startet heute um 18:00 Uhr MESZ als Webcast. Dort dürften sich Details zu den neuen Margen- und Renditezielen klären, die für die Bewertung der Aktie den Ausschlag geben.

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