LPKF Laser Aktie: 30. Juni entscheidet über LIDE-Serienauftrag
Bis zum 30. Juni erwartet der Markt erste Serienaufträge für die LIDE-Technologie. Die Aktie zeigt trotz Jahreshoch deutliche Kursverluste.

- Stichtag für Serienaufträge am 30. Juni
- Kursrückgang von 29 Prozent seit Jahreshoch
- LIDE-Technologie für Chip-Produktion entscheidend
- Halbjahresbericht am 23. Juli erwartet
Bis Dienstag entscheidet sich, ob LPKF einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der 30. Juni gilt als Stichtag für erste Serienaufträge der LIDE-Technologie — und die Aktie reagiert mit heftigen Ausschlägen.
Was hinter LIDE steckt
LIDE steht für Laser Induced Deep Etching. Das Verfahren ermöglicht hochpräzise Glasbearbeitung für das sogenannte Advanced Semiconductor Packaging — also die nächste Generation von Chip-Architekturen. LPKF hat die Technologie bereits bei mehreren Halbleiterkunden in Test- und Entwicklungsumgebungen eingeführt.
Jetzt soll der Schritt zur Serienproduktion folgen. Das Management äußerte auf einer Konferenz im Juni, erste Hochvolumen-Aufträge noch in diesem Jahr zu erwarten. Konkrete Gespräche mit mehreren Kunden laufen bereits.
Kurssturz trotz Jahreshoch
Die Erwartungen sind hoch — der Kurs gibt dennoch nach. Am Freitag schloss die Aktie bei 21,60 Euro, ein Minus von 4,00 Prozent. Über sieben Tage summiert sich der Verlust auf fast 25 Prozent.
Das ist bemerkenswert, weil die Aktie auf Jahressicht noch immer rund 259 Prozent im Plus liegt. Das 52-Wochen-Tief von 5,34 Euro datiert auf Dezember 2025 — die Rally seitdem war außergewöhnlich. Am 22. Juni erreichte das Papier mit 30,20 Euro sein Jahreshoch, fiel seitdem aber fast 29 Prozent zurück.
Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 135,65 Prozent. Das spiegelt wider, wie stark die Kursbewegungen von Nachrichten rund um LIDE abhängen. Am 26. Juni rutschte die Aktie unter die 50-Tage-Linie bei 21,89 Euro — ein charttechnisches Signal, das viele Marktteilnehmer beobachten.
Zwei Termine, eine Richtung
LPKF verknüpft die LIDE-Kommerzialisierung mit dem Transformationsprogramm „North Star“. Ziel ist eine stärkere Position in wachsenden Halbleitermärkten. Ob erste Serienaufträge bis zum 30. Juni eintreffen, wird die kurzfristige Kursentwicklung maßgeblich prägen.
Den nächsten belastbaren Blick auf die operative Entwicklung liefert der Halbjahresbericht am 23. Juli 2026. Er wird zeigen, wie weit das Unternehmen auf dem Weg zur Serienproduktion tatsächlich vorangekommen ist.
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