LPKF Laser Aktie: Arne Schneider von Elmos in den Aufsichtsrat
Trotz Kursrallye und Restrukturierungsfortschritten formiert sich Aktionärswiderstand gegen die Strategie von LPKF.

- Aktienkurs hat sich vervierfacht
- Restrukturierung belastet kurzfristig
- Aktionäre reichen Gegenanträge ein
- LIDE-Technologie: Verträge im Q2 erwartet
LPKF Laser & Electronics steckt in einem ambitionierten Umbau — und das mitten in einer Kursrallye. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mehr als vervierfacht, am Freitag legte das Papier um weitere 12,22 Prozent auf 24,80 Euro zu. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 28,00 Euro beträgt nur noch gut elf Prozent.
Doch hinter der beeindruckenden Kursentwicklung brodelt es. Das Restrukturierungsprogramm „North Star“ soll die Kostenbasis senken, belastet aber kurzfristig die Ergebnisse. Und vor der Hauptversammlung mehrt sich der Widerstand aus dem Aktionärskreis.
Drei Messen, ein Ziel
In dieser Woche ist LPKF auf drei Branchenevents gleichzeitig präsent: der Higher Education Expo China in Nanchang, der ECTC in Orlando und der SPEXA in Japan. Die Botschaft ist klar: Sichtbarkeit in den Kernmärkten Development und Electronics. Dort waren zuletzt Lasersysteme für Leiterplatten und nachgeholte Investitionsentscheidungen aus den USA gefragt.
Konkrete Auftragsvolumina oder Kundennamen nennt das Unternehmen nicht. Die Messeauftritte liefern also vor allem ein Signal: LPKF ist präsent.
North Star: Fortschritt mit Kosten
Das Transformationsprogramm läuft planmäßig. Die Produktion von Welding- und Solar-Systemen wird in Suhl gebündelt, die Verlagerung von Fürth nach Suhl ist abgeschlossen. Das Ziel: eine zweistellige operative Marge bis 2028. Die Banken haben den Konsortialvertrag entsprechend bis dahin verlängert.
Der Preis dafür ist hoch. Für 2026 rechnet LPKF mit außergewöhnlichen Restrukturierungskosten von drei bis vier Prozent des Umsatzes. Der Jahresüberschuss von rund 7,6 Millionen Euro soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden — eine Dividende gibt es nicht.
Gegenwind aus dem Aktionärskreis
Mehrere Aktionäre haben Gegenanträge gegen das North-Star-Programm eingereicht. Sie kritisieren die Strategie von CEO Klaus Fiedler. Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung steht zudem ein Personalwechsel: Dr. Dirk Michael Rothweiler scheidet aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolger ist Dr. Arne Schneider nominiert, Vorstandschef von Elmos Semiconductor. Seine Halbleitererfahrung passt zur strategischen Ausrichtung.
Das Unternehmen spricht parallel mit mehreren Kunden über erste Produktionsaufträge für die LIDE-Technologie. Verträge werden noch im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ein echter Hochlauf ist allerdings erst 2027 zu erwarten, eine Hochvolumenphase vor 2029 nicht in Sicht.
Am 23. Juli 2026 folgt der Sechs-Monats-Finanzbericht. Bis dahin liefern die Messeauftritte erste Hinweise, ob sich die gestiegene Sichtbarkeit auch im Auftragseingang niederschlägt.
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