LPKF Laser Aktie: Book-to-Bill 1,4 treibt Auftragsoptimismus
LPKF-Aktie erreicht neues Jahreshoch, getrieben von Auftragseingang und LIDE-Hoffnung, trotz operativem Verlust im ersten Quartal.

- Aktie steigt auf 29,40 Euro
- Auftragseingang wächst um 17,5 Prozent
- Operativer Verlust von 5,7 Millionen Euro
- LIDE-Technologie als Kurstreiber
Fast 390 Prozent seit Jahresanfang — die LPKF-Aktie hat sich in wenigen Monaten in eine völlig andere Bewertungsregion katapultiert. Am heutigen Montag markierte das Papier mit 29,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch, ein Plus von gut 12 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Die Börse feiert ein Unternehmen, das im ersten Quartal 2026 noch tiefrote Zahlen schrieb.
Was die Anleger antreibt
Der Optimismus speist sich nicht aus den aktuellen Ergebnissen, sondern aus dem Auftragseingang. Im ersten Quartal kletterte dieser auf 24,1 Mio. Euro — rund 17,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die daraus resultierende Book-to-Bill-Ratio von 1,4 signalisiert, dass deutlich mehr Aufträge hereinkommen als umgesetzt werden. Besonders im Segment Electronics stieg die Nachfrage nach Lasersystemen zum Leiterplattenschneiden spürbar an. Das Segment Development profitierte von Nachholeffekten aus den USA sowie stabiler Nachfrage aus dem Verteidigungs- und Forschungssektor.
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Das laufende Transformationsprogramm „North Star“ belastet die Gewinn-und-Verlust-Rechnung kurzfristig erheblich. Das bereinigte EBIT lag im Auftaktquartal bei -5,7 Mio. Euro, nach -3,4 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel auf 17,1 Mio. Euro, gegenüber 25,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Restrukturierungskosten von rund 3 bis 4 Prozent des Jahresumsatzes sind eingeplant.
LIDE-Technologie als Schlüsselwette
Der eigentliche Kurstreiber dürfte die Fantasie rund um die LIDE-Technologie sein. Laser Induced Deep Etching — ein hochpräzises Glasverarbeitungsverfahren — wird bereits von mehreren Halbleiterkunden in Testumgebungen eingesetzt. Das Management berichtet von konkreten Verhandlungen über erste Produktionssysteme im Bereich Advanced Semiconductor Packaging. Wann daraus Serienaufträge werden, hängt von der Qualifizierung nachgelagerter Prozessschritte bei den Kunden ab — ein Zeitpunkt, den LPKF selbst nicht steuern kann.
Für 2026 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von -3,0 bis 4,5 Prozent. Potenzielle Großaufträge aus dem Halbleiterbereich sind darin noch nicht enthalten. Bis 2028 soll eine nachhaltige zweistellige EBIT-Marge erreicht werden — ein Ziel, das die aktuelle Bewertung offensichtlich bereits einpreist.
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