LPKF Laser Aktie: Gegenanträge zur HV am 4. Juni

Trotz Kursvervielfachung droht der LPKF-HV Streit um das Sanierungsprogramm. Schwache Quartalszahlen belasten die operative Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Aktionäre reichen Gegenanträge ein
  • Sanierungsprogramm „North Star“ in der Kritik
  • Umsatz bricht um 32 Prozent ein
  • Auftragseingang steigt auf 24 Millionen Euro

Kurs fast vervierfacht seit Jahresanfang — und trotzdem steuert LPKF Laser & Electronics auf eine turbulente Hauptversammlung zu. Aktionäre haben Gegenanträge eingereicht und stellen damit das Sanierungsprogramm des Vorstands direkt infrage.

Widerstand gegen „North Star“

Die Kritik richtet sich gegen das Programm „North Star“ von CEO Klaus Fiedler. Es zielt auf Kostensenkungen und eine zweistellige operative Marge bis 2028. Genau das ist den Gegenantragstellern ein Dorn im Auge — sie hinterfragen sowohl die Strategie als auch Personalentscheidungen.

Die HV findet am 4. Juni 2026 in Hannover statt. Eine Dividende gibt es nicht. Den Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro trägt das Unternehmen vollständig auf neue Rechnung vor.

Beim Aufsichtsrat steht ein Wechsel an. Dr. Dirk Michael Rothweiler scheidet aus. Als Nachfolger ist Dr. Arne Schneider vorgeschlagen — aktuell Vorstandschef von Elmos Semiconductor. Seine Halbleitererfahrung und Kenntnisse in Rechnungslegung sind für ein Unternehmen im Umbau kein unwichtiges Signal.

Operative Lage unter Druck

Der Hintergrund der Aktionärskritik: Die Zahlen sind schwach. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro — ein Rückgang von 32,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT lag bei minus 6,9 Millionen Euro, nach minus 3,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Haupttreiber war ein eingebrochenes Solarsegment.

Es gibt aber auch Lichtblicke. LPKF schloss im ersten Quartal die Produktionsverlagerung von Fürth nach Suhl ab. Das senkt die Kostenbasis spürbar. Der Auftragseingang stieg auf 24,1 Millionen Euro, die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,4 — mehr Bestellungen als ausgelieferter Umsatz.

Prognose mit Vorbehalt

Für 2026 erwartet LPKF einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent. Potenzielle Großaufträge aus dem Advanced-Semiconductor-Packaging-Bereich sind darin nicht enthalten. Der Zeitpunkt hängt nicht von LPKF selbst ab, sondern von der Qualifizierung nachgelagerter Prozessschritte durch Kunden.

Parallel dazu zeigt sich LPKF auf drei Branchenmessen gleichzeitig: in China, Orlando und Japan. Konkrete Auftragsvolumina oder Kundennamen nennt das Unternehmen dabei nicht. Die Messeoffensive schafft Sichtbarkeit — mehr vorerst nicht.

Die Aktie schloss zuletzt bei 24,80 Euro, ein Tagesplus von 12,22 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Kursgewinn von über 312 Prozent. Der nächste harte Datenpunkt ist der Halbjahresbericht im Juli — dann zeigt sich, ob der Auftragseingang in echte Umsätze übersetzt werden kann.

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