LPKF Laser Aktie: LIDE-Aufträge im Q2 2026 erwartet
LPKF steht vor einer Bewährungsphase: Die LIDE-Technologie weckt hohe Erwartungen, operative Aufträge fehlen jedoch noch. Hauptversammlung und Kundenverhandlungen könnten Klarheit bringen.

- Aktie verliert nach Rally an Wert
- LIDE-Technologie als zentraler Kurstreiber
- Kundenaufträge im zweiten Quartal erwartet
- Hauptversammlung am 4. Juni 2026
LPKF Laser steht vor einer Bewährungsphase: Der Aktienkurs spiegelt hohe Erwartungen an die LIDE-Technologie, die operativen Zahlen liefern sie noch nicht. In den kommenden Wochen treffen Hauptversammlung, Strategieforum und Kundenverhandlungen auf eine Aktie, die nach der Rally spürbar abkühlt. Das dürfte spannend werden.
Am Freitag schloss die Aktie bei 22,00 Euro, ein Minus von 6,78 Prozent. Auf Wochensicht verlor der Titel 16,03 Prozent, bleibt auf Monatssicht aber massiv im Plus.
LIDE bleibt der Kurstreiber
Der Kern der Story liegt im Halbleitergeschäft. LPKF richtet sich stärker auf Advanced Semiconductor Packaging aus und setzt dabei auf LIDE, eine Technologie zur präzisen Bearbeitung von Glas. Sie soll unter anderem Glasstrukturierung, das Singulieren glasbasierter Packages und laserbasiertes Bonden von Multilayer Glass Stacks ermöglichen.
Das Unternehmen spricht mit mehreren Kunden über erste Produktionsaufträge. Vertragsabschlüsse werden noch im zweiten Quartal 2026 erwartet. Bislang läuft die Technologie aber vor allem in Test- und Entwicklungsumgebungen.
Genau hier liegt der Konflikt. Der Produktionshochlauf wird frühestens ab 2027 erwartet, die Hochvolumenphase nicht vor 2029. Der Markt bewertet also bereits ein Szenario, das operativ erst noch belegt werden muss.
Branche liefert Rückenwind
Der Rückenwind aus dem Sektor ist real. Nvidia und Corning haben eine mehrjährige kommerzielle und technologische Partnerschaft angekündigt, um fortschrittliche optische Konnektivitätslösungen für KI-Infrastruktur auszubauen. Nvidia investiert 500 Millionen Dollar in Corning und setzt langfristig auf glasbasierte Co-Packaged Optics.
Für LPKF ist das relevant, weil die eigene Technologie genau an dieser Schnittstelle ansetzt. Glasbasierte Packages und optische Verbindungen rücken im Advanced Packaging stärker in den Vordergrund. TPK Holding und ASE Technology arbeiten ebenfalls an Through-Glass-Vias und planen eine Pilotlinie.
Der Sektortrend stützt die Fantasie. Er ersetzt aber keine eigenen Serienaufträge.
Hauptversammlung bringt Signale
Am 4. Juni 2026 lädt LPKF zur ordentlichen Hauptversammlung nach Hannover. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Jahresabschluss, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Satzungsänderung. Der Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden; eine Dividende ist nicht vorgesehen.
Auch der Aufsichtsrat wird wichtiger. Dr. Dirk Michael Rothweiler scheidet nach Ablauf seiner Amtszeit aus. Als Nachfolger ist Dr. Arne Schneider vorgeschlagen, derzeit Vorstandsvorsitzender von Elmos Semiconductor. Seine Amtszeit soll bis 2029 laufen.
Der Vorschlag passt zur strategischen Ausrichtung. Schneider bringt Halbleitererfahrung sowie Kenntnisse in Rechnungslegung und Abschlussprüfung mit. Für ein Unternehmen im Umbau ist das mehr als nur Personalroutine.
Operativ bleibt der Druck hoch. Im Geschäftsjahr 2025 schrieb LPKF einen Nettoverlust von 14,3 Millionen Euro bei 115 Millionen Euro Umsatz. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um rund 32 Prozent, belastet durch das schwache Solargeschäft in China.
Die Jahresprognose enthält potenzielle Volumenaufträge aus dem Semiconductor-Bereich bewusst nicht. Damit bleibt jede größere LIDE-Bestellung ein möglicher zusätzlicher Impuls, aber noch kein Bestandteil der Planung.
Am 18. Juni will CEO Klaus Fiedler auf einem Anlegerforum Details zur Langfriststrategie vorstellen. Bis dahin dürfte die Aktie empfindlich auf Hinweise zu Kundenverhandlungen reagieren: Die Volatilität liegt bei 147,36 Prozent, der Abstand zum jüngsten Hoch von 28,00 Euro beträgt bereits 21,43 Prozent. Entscheidend ist nun, ob aus Tests belastbare Aufträge werden.
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