LPKF Laser Aktie: Reicht North Star?

Montega beziffert die geplanten Einsparungen auf gut 8 Mio. Euro jährlich; neue LIDE-Aufträge werden ab 2027 erwartet.

Die Kernpunkte:
  • North Star: gut 8 Mio. Euro jährliche Einsparungen
  • Kumulierter EBIT-Effekt bis 2028: rund 16 Mio. Euro
  • Montega erwartet LIDE-Aufträge im ersten Halbjahr 2027
  • Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 22 und 23,50 Euro

LPKF Laser braucht für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung mehr als neue Aufträge. Die heute veröffentlichte Analyse von Montega rückt das Sparprogramm North Star als zweiten Hebel neben der LIDE-Technologie in den Blick. Die zentrale Frage für Anleger lautet damit, ob Kostensenkungen die Übergangsphase bis zu höheren Technologieumsätzen ausreichend abfedern können.

North Star soll die Profitabilität verbessern

Montega nennt jährliche Einsparungen von gut 8 Mio. €. Bis 2028 soll der kumulierte EBIT-Effekt rund 16 Mio. € erreichen. Damit hat das Programm erhebliches Gewicht für die angestrebte Ergebniswende.

Die Maßnahmen sollen die Kostenbasis entlasten. Sie ersetzen allerdings keine Erholung des Geschäfts: Während Einsparungen das Ergebnis stützen können, hängt zusätzlicher Umsatz weiterhin von Kundenentscheidungen und dem Abschluss neuer Aufträge ab.

Die zweite Welle von North Star soll am 1.1.2027 beginnen. Bis 2028 strebt LPKF eine zweistellige EBIT-Marge an. Dieses Ziel beschreibt den geplanten Zustand nach der Restrukturierung, nicht die gegenwärtige Ertragslage.

Verlustniveau zeigt die Größe der Aufgabe

Der vor rund zwei Wochen veröffentlichte Neunmonatsbericht macht den Handlungsdruck deutlich. In den ersten neun Monaten 2026 lag das bereinigte Konzern-EBIT bei −8,9 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum waren es −0,8 Mio. € gewesen.

Die Einsparungen treffen somit auf eine deutlich verschlechterte operative Ausgangslage. Für Anleger ist entscheidend, wann die Entlastung tatsächlich im Ergebnis sichtbar wird. Das langfristige Margenziel allein beantwortet diese Frage nicht.

Für 2026 sieht die Jahresprognose einen Umsatz von 93–100 Mio. € und eine bereinigte EBIT-Marge von −7,0 bis −2,5 % vor.

Damit bleibt zwischen dem laufenden Geschäft und der angestrebten Profitabilität eine erhebliche Lücke. Die Restrukturierung soll helfen, diese zu schließen. Zugleich benötigt LPKF die erwarteten Fortschritte bei neuen Aufträgen, damit sich die Ergebnisverbesserung nicht allein auf Kostensenkungen stützt.

Analysten setzen weiter auf LIDE

Die vor rund zwei Wochen thematisierten Verzögerungen im Solar- und Advanced-Packaging-Geschäft bleiben dafür wichtiger Kontext. Montega erwartet weitere LIDE-Aufträge im ersten Halbjahr 2027. Produktionsentscheidungen stehen nach Einschätzung des Hauses bei drei bis vier Kunden an.

Eine Absichtserklärung mit einem asiatischen Hersteller bietet eine weitere Perspektive, ist aber noch kein abgeschlossener Auftrag. Der Abschluss wird noch 2026 angestrebt; eine Umsatzwirkung wird 2027 erwartet. Das mögliche Volumen liegt im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Montega-Analyst Nicklas Frers betrachtet die Schwäche als vorübergehend und die LIDE-Perspektive als intakt. Auch MPCM-Analyst Malte Schaumann hält an dieser Einschätzung zur Technologie fest. Er betont zudem, das angesichts der schwachen Umsatzentwicklung etwas bessere operative Ergebnis habe wenig Beachtung gefunden.

Beide Häuser bestätigen heute ihre Kaufempfehlungen: Montega nennt ein Kursziel von 22,00 €, MPCM von 23,50 €. Ihre positive Sicht beruht damit auf künftigen Fortschritten. Für die Bewertung werden die Umsetzung von North Star und verbindliche Kundenaufträge zu den entscheidenden Prüfsteinen.

Anzeige

Stand heute, 30. Oktober: LPKF Laser – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in LPKF Laser investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

LPKF Laser: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu LPKF Laser