LPKF Laser Aktie: UBS stockt auf 3,23 Prozent

Die UBS stockt ihren Anteil an LPKF Laser auf. Trotz massivem Kursanstieg bleiben Analysten wegen schwacher Gewinne skeptisch.

Die Kernpunkte:
  • UBS hält nun 3,23 Prozent
  • Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen
  • Umsatz im ersten Quartal gesunken
  • Auftragseingang verbessert sich deutlich

LPKF Laser blickt auf eine rasante Kursrallye zurück. Seit Jahresbeginn schoss der Wert um über 284 Prozent in die Höhe. Die operative Entwicklung hinkt diesem Tempo hinterher. Nun signalisiert eine Schweizer Großbank wachsendes Interesse an dem Technologiekonzern.

UBS baut Position aus

Die UBS Group AG hat ihre Position bei LPKF Laser aufgestockt. Laut einer aktuellen Mitteilung hält das Institut nun 3,23 Prozent der Stimmrechte. Zuvor lag der Anteil knapp über der Meldeschwelle von drei Prozent. Der Zukauf erfolgte bereits am 11. Juni.

Dieser Schritt fällt in eine hochvolatile Marktphase. Am Montag schloss das Papier bei 23,10 Euro. Damit notiert der Titel 138,6 Prozent über seiner 200-Tage-Linie. Die Schwankungsbreite von 139,4 Prozent unterstreicht die Nervosität der Anleger.

Aufträge steigen, Gewinn fehlt

Die jüngsten Quartalszahlen rechtfertigen den Börsenhype nur bedingt. Der Umsatz brach im ersten Jahresviertel um rund ein Drittel auf 17,1 Millionen Euro ein. Als Hauptgrund nannte das Management ein schwaches Solargeschäft. Das operative Ergebnis rutschte mit minus 6,9 Millionen Euro tiefer in die roten Zahlen.

Ein Lichtblick bleibt der Auftragseingang. Dieser kletterte auf 24,1 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte einen Wert von 1,4. Das Unternehmen meldet parallel dazu Fortschritte im Bereich Advanced Packaging für Halbleiter. Auch der interne Konzernumbau läuft nach Plan.

Analysten bleiben vorsichtig

Experten betrachten das aktuelle Kursniveau skeptisch. Die Analysten von Montega stuften den Titel Anfang Mai auf „Halten“ ein. Sie hoben ihr Kursziel zwar deutlich an, sehen dieses mit 15,00 Euro aber weit unter dem aktuellen Marktpreis. Geopolitische Spannungen und der harte Preisdruck aus China belasten die Branchenaussichten.

Die UBS-Meldung schafft nun mehr Transparenz über die institutionelle Aktionärsstruktur. Ein fundamentaler Treiber ist die Mitteilung allerdings nicht. Hält die hohe Schwankungsbreite an, dürften die nächsten Quartalszahlen über die Richtung entscheiden. Bis dahin bleibt der hohe Auftragseingang das stärkste Argument der Käufer.

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