LPKF Laser Aktie: Wachstumsschub begeistert Investoren

LPKF hält einen bedeutenden Technologievorsprung bei LIDE, kämpft aber 2026 mit einem schwachen Solargeschäft und Restrukturierungskosten.

Die Kernpunkte:
  • LIDE-Verfahren mit Zehnjahresvorsprung
  • Erste Produktionsaufträge im ersten Quartal
  • Solarsparte belastet Gesamtjahresergebnis
  • Hochlauf der Glasstrukturierung ab 2027

Der Kurs hat sich seit Jahresbeginn fast verdreifacht. LPKF Laser & Electronics notiert auf einem 52-Wochen-Hoch — und das, obwohl das operative Jahr 2026 alles andere als einfach wird.

LIDE: Ein Vorsprung, den Wettbewerber kaum aufholen

Was LPKF von Konkurrenten wie Philoptics, E&R und Trumpf unterscheidet, ist konkret: Das LIDE-Verfahren funktioniert mit allen Glaszusammensetzungen. Wettbewerber liefern oft nur bei einfachen Typen wie Borosilikat gute Ergebnisse. Für Advanced Packaging entscheidend sind aber Aluminosilikat-Gläser — und hier hat LPKF das Feld weitgehend für sich.

Marktbeobachter beziffern den Vorsprung auf rund zehn Jahre Prozessreife. Das ist kein leicht überwindbarer Abstand. Mehr als 80 Prozent der bedeutenden globalen Akteure haben sich bereits für LPKF-Equipment entschieden.

Erste Produktionsaufträge, aber Solar bremst

Im ersten Quartal 2026 begannen erste Aufträge im LIDE-Bereich zu materialisieren. Das ist ein klarer Fortschritt gegenüber reinen Validierungsphasen. Allerdings reicht das nicht aus, um die Schwäche im Solargeschäft vollständig zu kompensieren.

Das Solar-Segment steckt in einer Übergangsphase. Ursache sind die Neuordnung globaler Lieferketten und laufende Zolldiskussionen. Die Prognose für 2026 sieht einen Umsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro vor, bei einer bereinigten EBIT-Marge von minus 3,0 bis plus 4,5 Prozent.

Hinzu kommen Restrukturierungskosten. Das im September 2025 gestartete Programm „North Star“ zielt auf eine zweistellige EBIT-Marge bis 2028. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit Restrukturierungsaufwendungen von rund 3 bis 4 Prozent des Umsatzes.

Vollständige Prozesskette als Hebel

LPKF baut sein Angebot gezielt aus. Das Portfolio deckt bereits die gesamte Prozesskette für Glaskern- und Glasinterposer-Produkte ab: Through-Glass Via, LIDE, ABF-Ablation und Glas-zu-Glas-Schweißtechnologien. Auf Kundenwunsch kommt nun Depaneling hinzu — der finale Schritt, bei dem Chips präzise aus größeren Panels vereinzelt werden.

Das macht LPKF tiefer in der Wertschöpfungskette verwurzelt. Kein Einzelanbieter, sondern Systemlieferant.

Ab 2027 soll der Hochlauf beginnen

CEO Dr. Fiedler erwartet ab 2027 eine Ramp-up-Phase in Glasstrukturierung und Singulierung. Die Hochvolumenphase soll ab 2029 folgen. Mögliche Großaufträge aus dem Advanced-Packaging-Bereich sind in der aktuellen Jahresprognose noch nicht enthalten — ihr Timing hängt von nachgelagerten Qualifikationsprozessen ab, nicht von LPKF selbst.

Finanzielle Planungssicherheit schafft zumindest die verlängerte Kreditlinie: Der Konsortialvertrag mit den Banken läuft bis 2028. Ob die frühen LIDE-Aufträge bereits messbar ankommen, zeigen die Q1-Zahlen — sie erscheinen am 30. April.

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