LPKF Laser: Q2 2026 erste Halbleiter-Aufträge erwartet
Trotz roter Zahlen und schwachem Solargeschäft steigt die LPKF-Aktie dank Halbleiter-Perspektiven auf ein Jahreshoch.

- Aktie erreicht neues Jahreshoch bei 23,90 Euro
- Umsatz im ersten Quartal um 32 Prozent eingebrochen
- LIDE-Technologie für Chip-Produktion als Kurstreiber
- Erste Serienaufträge aus Halbleiterbereich erwartet
Rote Zahlen, einbrechende Umsätze im Solargeschäft und dennoch ein Kursfeuerwerk. Bei LPKF Laser klaffen aktuelle Bilanzen und Börsenbewertung weit auseinander. Die Aktie markierte am Mittwoch bei 23,90 Euro ein neues Jahreshoch. Seit Januar verzeichnet das Papier ein Plus von fast 300 Prozent. Anleger blicken konsequent über das schwache erste Quartal hinweg.
Einbruch im Solargeschäft
Die nackten Zahlen zum Jahresauftakt fallen ernüchternd aus. Der Umsatz sackte um rund 32 Prozent auf 17,1 Millionen Euro ab. Das operative Ergebnis rutschte mit minus 6,9 Millionen Euro tiefer in die Verlustzone als im Vorjahr. Hauptgrund für die Misere ist die anhaltende Investitionszurückhaltung in der Solarindustrie.
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Ein Lichtblick zeigt sich bei den Neubestellungen. Der Auftragseingang kletterte auf 24,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Book-to-Bill-Ratio von 1,4. Parallel dazu greift das interne Kostensenkungsprogramm, das die negativen Effekte auf der Ertragsseite abfedert.
Fokus auf Advanced Packaging
Der eigentliche Kurstreiber liegt abseits der Solartechnik im Bereich Advanced Semiconductor Packaging. LPKF positioniert sich hier mit seiner LIDE-Technologie zur hochpräzisen Glasbearbeitung. Glas-Substrate gelten als zentraler Baustein für kommende Chipgenerationen von Branchengrößen wie Intel oder TSMC.
Bislang befand sich die Technologie vor allem in Testphasen bei Kunden. Nun steht der Übergang in die Serienproduktion an. Das Unternehmen erwartet im zweiten Quartal erste konkrete Produktionsaufträge. Neben der reinen Glasstrukturierung entwickelt LPKF Lösungen für das Vereinzeln von Gehäusen und das Bonden mehrschichtiger Glasstapel.
Prognose klammert Großaufträge aus
Für das laufende Geschäftsjahr plant der Vorstand konservativ. Der anvisierte Konzernumsatz liegt bei maximal 120 Millionen Euro. Die bereinigte operative Marge wird in einer Spanne von minus 3,0 bis plus 4,5 Prozent erwartet.
Potenzielle Großaufträge aus dem Halbleiterbereich sind in dieser Schätzung noch gar nicht enthalten. Aktionäre erhalten auf der bevorstehenden Hauptversammlung am 4. Juni in Hannover die Gelegenheit, das Management zu den konkreten Zeitplänen dieser Auftragschancen zu befragen.
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