Lufthansa Aktie: 1,7 Milliarden Euro Kerosin-Mehrkosten
Lufthansa streicht Verbindungen und sieht sich mit höheren Treibstoffausgaben konfrontiert. Die Aktie erholt sich leicht, bleibt aber unter dem Jahresdurchschnitt.

- Streckennetz wird ausgedünnt
- Treibstoffkosten steigen deutlich
- Aktie legt moderat zu
- Sommerbuchungen als entscheidender Faktor
Die Lufthansa fährt das Streckennetz zurück. Die Verbindung zwischen Frankfurt und Skopfe ist gestrichen – ein Schritt, der sich in den kommenden Monaten fortsetzen dürfte. Hinzu kommt: steigende Treibstoffkosten setzen das Ergebnis unter Druck.
Operativer Druck auf mehreren Ebenen
Die Fluggesellschaft sortiert ihr Streckennetz neu. Regionalverbindungen stehen auf dem Prüfstand, die Einstellung weiterer Routen gilt als wahrscheinlich. Ziel ist es, die Effizienz im Kerngeschäft zu erhöhen.
Ein zweiter Problemkreis sind die Tarifkonflikte. Die Folgen der Streikwellen sind noch nicht verdaut. Am Drehkreuz Frankfurt fehlten im April rund 500.000 Passagiere – Arbeitsniederlegungen hatten die Flugbewegungen um knapp 12 Prozent sinken lassen.
Ölpreis bleibt Risikofaktor
Ein weiteres Thema: die Kerosinkosten. Für das laufende Jahr rechnet der Markt mit Mehrkosten von bis zu 1,7 Milliarden Euro. Grund sind die Spannungen im Nahen Osten, die die Ölmärkte belasten.
Die Hedging-Geschäfte des Konzerns federn einen Teil der Steigerungen ab. Den Rest dürften die Kunden über höhere Ticketpreise tragen.
Kurs im Aufwind – aber mit Vorbehalt
Am Montag drehte die Aktie ins Plus. Sie stieg um 1,37 Prozent auf 7,83 Euro. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 7,72 Euro.
Gestützt wurde die Erholung durch Berichte über eine mögliche Annäherung im Nahost-Konflikt. Zugleich gibt es Spekulationen über ein Engagement des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne. Die Aussicht auf fallende Ölpreise half ebenfalls.
Der Blick auf die längere Frist zeigt ein differenziertes Bild. Die Aktie liegt knapp zwei Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 8,04 Euro. Zum Jahreshoch bei 9,50 Euro fehlen rund 18 Prozent.
Die operative Wende hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend wird sein, ob die Buchungszahlen für den Sommer die Kapazitätsanpassungen ausgleichen können. Und ob die Kerosinkosten nicht weiter steigen.
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