Lufthansa Aktie: Doppelstreik!
Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa treten am 12. Februar 2026 in einen gemeinsamen Streik. Reisende müssen mit massiven Flugausfällen rechnen, die Aktie verlor bereits deutlich an Wert.

- Ganztägiger Streik am 12. Februar 2026
- Betriebsrente im Zentrum des Pilotendisputs
- UFO streikt für bedrohte Arbeitsplätze
- Aktie verliert nachbörslich über 3,6 Prozent
Die Lufthansa steht vor einem der größten Arbeitskämpfe der jüngeren Vergangenheit. Piloten und Flugbegleiter haben für Donnerstag einen gemeinsamen Streik angekündigt – ein ungewöhnliches Bündnis mit erheblicher Wirkung. Reisende müssen mit massiven Flugausfällen rechnen, die Aktie verlor nachbörslich über 3,6 Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
– Ganztägiger Streik am 12. Februar 2026 (00:01 bis 23:59 Uhr)
– Rund 4.800 Piloten und Flugbegleiter beteiligt
– Betroffen: Alle Flüge ab deutschen Flughäfen
– Kernmarken Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline im Visier
Streit um Betriebsrenten eskaliert
Im Zentrum des Konflikts steht die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert höhere Arbeitgeberbeiträge zur Betriebsrente. Bis 2017 erhielten Piloten eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Auf Drängen des Arbeitgebers wurde diese durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt – laut VC mit deutlich schlechterem Versorgungsniveau.
Die Pilotengewerkschaft ist seit Oktober 2025 nach einer Urabstimmung streikfähig. 90 Prozent der Lufthansa-Piloten und 95 Prozent der Cargo-Piloten hatten sich an der Abstimmung beteiligt – ein klares Signal der Entschlossenheit.
Das Management lehnt die Forderungen kategorisch ab. Begründung: Die Kernmarke arbeitet sich gerade erst aus den roten Zahlen und steckt mitten in der Sanierung. Höhere Rentenbeiträge bei gleichzeitig geringer Profitabilität seien nicht darstellbar.
UFO kämpft parallel um Arbeitsplätze
Die Kabinengewerkschaft UFO nutzt den Donnerstag für einen eigenen Warnstreik. Im Fokus stehen rund 800 Jobs bei der Regionaltochter Cityline, die durch die Konzernstrategie bedroht sind. UFO fordert einen tariflichen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter.
Hintergrund ist die Lufthansa-Strategie, mit neuen Flugbetrieben wie Lufthansa City Airlines und Discover Airlines zu günstigeren Tarifbedingungen zu operieren. Die Gewerkschaft sieht darin einen Angriff auf bestehende Standards und Arbeitsplätze.
Härtetest für Passagiere
Die genaue Zahl der Flugausfälle war zunächst nicht bekannt. Am Flughafen BER wären laut Angaben rund 40 Flüge von und nach München sowie Frankfurt betroffen. Die Airline erklärte, man warte auf genauere Informationen von den Gewerkschaften, um einen Notflugplan zu erstellen.
Parallel laufen weitere Verhandlungen: Eine zweite Gesprächsrunde mit der Bodengewerkschaft ver.di war für den 11. und 12. Februar angesetzt – nun überschattet vom Arbeitskampf der Piloten und Flugbegleiter. Die Verhandlungspositionen bleiben verhärtet, eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
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