Lufthansa Aktie: Doppelte Streikbelastung

Lufthansa sieht sich mit einem Streik am Berliner Flughafen und einem massiven Streikvotum bei Eurowings konfrontiert. Die Aktie zeigt sich dennoch robust.

Die Kernpunkte:
  • Kompletter Stillstand am Flughafen Berlin BER
  • Eurowings-Piloten stimmen mit 94 Prozent für Streik
  • Aktie trotz Belastungen leicht im Plus
  • Entscheidende Tarifverhandlungen Ende März

Kaum hat sich der Flugbetrieb nach dem jüngsten Ausstand normalisiert, gerät die Lufthansa erneut von zwei Seiten unter Druck. Ein vollständiger Stillstand am Hauptstadtflughafen BER und ein massives Streikvotum bei der Tochter Eurowings zwingen das Management zu Verhandlungen an mehreren Fronten. Das Unternehmen muss nun die operativen Ausfälle managen und gleichzeitig eine Eskalation der internen Tarifkonflikte abwenden.

Stillstand am Hauptstadtflughafen

Bereits am morgigen Mittwoch wird der Passagierverkehr am Berliner Flughafen BER komplett lahmgelegt. Die Gewerkschaft Verdi hat das gesamte Flughafenpersonal zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, wovon ursprünglich 445 Starts und Landungen mit rund 57.000 Passagieren betroffen sein sollten. Auslöser der Arbeitsniederlegung sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Während die Gewerkschaft eine Lohnsteigerung von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fordert, bot die Arbeitgeberseite lediglich jährliche Erhöhungen von etwa einem Prozent bis Ende 2028 an.

Piloten proben den Aufstand

Parallel zur Blockade der externen Infrastruktur droht Ungemach aus den eigenen Reihen. Bei der Tochtergesellschaft Eurowings stimmten 94 Prozent der Piloten in einer Urabstimmung für Arbeitskampfmaßnahmen. Im Zentrum dieses Konflikts mit der Vereinigung Cockpit (VC) stehen die Betriebsrenten und die Altersvorsorge. Ein konkreter Termin für den Ausstand steht zwar noch aus, eine zeitnahe Umsetzung gilt jedoch als wahrscheinlich. Diese Entwicklung trifft den Konzern in einer ohnehin fragilen Phase, nachdem erst vergangene Woche ein 48-stündiger Pilotenstreik bei der Kernmarke hunderte Flugausfälle in Frankfurt und München verursachte.

Interessanterweise lassen sich die Anleger von der erneuten operativen Unruhe kaum beirren. Die Aktie verzeichnete am heutigen Dienstag sogar ein leichtes Plus von 1,13 Prozent auf 7,89 Euro. Die Marktteilnehmer differenzieren dabei genau zwischen den Ereignissen: Während externe Streiks des Flughafenpersonals als außergewöhnliche Umstände gelten und gesetzliche Entschädigungspflichten der Airline minimieren, verursachen interne Ausstände wie bei Eurowings direkte und hohe Kosten. Die anstehende Verhandlungsrunde am 25. März wird nun zum entscheidenden Gradmesser dafür, wie stark die steigenden Lohnforderungen die Margen im laufenden Geschäftsjahr tatsächlich belasten.

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