Lufthansa Aktie: Doppelter Streikdruck

Lufthansa sieht sich gleichzeitig mit einem Pilotenstreik in Deutschland und einem Generalstreik in Belgien konfrontiert. Trotz der Belastungen zeigt sich die Aktie derzeit robust.

Die Kernpunkte:
  • Pilotenstreik legt deutsche Flüge lahm
  • Belgischer Generalstreik trifft Brüsseler Drehkreuz
  • Aktienkurs zeigt sich erstaunlich stabil
  • Airline erarbeitet Notfallflugpläne

Ausgerechnet jetzt: Während Europas Luftraum ohnehin unter politischen Spannungen leidet, treffen Lufthansa gleich zwei Arbeitskämpfe auf einmal. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für heute und morgen zum Streik aufgerufen – und auch Belgien legt seinen Flughafen lahm.

Piloten legen die Arbeit nieder

Der Ausstand der Piloten betrifft Flüge, die am heutigen Mittwoch und morgen Donnerstag von deutschen Flughäfen starten. Konkret geht es um Lufthansa Passage, Lufthansa Cityline und Lufthansa Cargo. Hintergrund sind gescheiterte Tarifgespräche – zum einen über Gehaltsfragen bei der Cityline, zum anderen über die betriebliche Altersversorgung bei der Kernmarke und der Frachtsparte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann zeigte sich alles andere als einverstanden und bezeichnete die Eskalation als vollkommen unverständlich – zumal vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts, der Reisende weltweit belastet. Immerhin: Flüge in und aus zahlreichen Krisenregionen des Nahen Ostens sind vom Streik ausdrücklich ausgenommen. Die Airline arbeitet derweil an einem Notfallflugplan und prüft, ob Discover Airlines und Lufthansa CityAirline Zusatzflüge übernehmen können.

Belgien macht die Sache nicht einfacher

Gleichzeitig trifft ein landesweiter Generalstreik in Belgien die Airline zusätzlich. In Brüssel-Zaventem werden heute keine Maschinen abheben – lediglich einzelne Ankünfte sind möglich. Der Streik richtet sich gegen Sparmaßnahmen der belgischen Regierung, die bis 2029 rund 9,2 Milliarden Euro einsparen will. Es ist bereits das achte Mal seit Anfang 2025, dass der Brüsseler Flugverkehr durch eine gewerkschaftliche Protestaktion getroffen wird.

Markt reagiert gelassen

Bemerkenswert: Trotz des doppelten Gegenwinds reagiert die Lufthansa-Aktie mit einem Plus von rund 2,4 Prozent auf Tradegate. Offenbar rechnen Investoren damit, dass der Streik zeitlich begrenzt bleibt und keine dauerhaften Spuren in der Ergebnisrechnung hinterlässt. Solange die Auseinandersetzungen mit den Piloten keine längere Eskalationsspirale auslösen, dürfte die Marktreaktion vorerst moderat bleiben.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Lufthansa