Lufthansa Aktie: Endlich grünes Licht
Lufthansa kann ab April die neue Business Class vollständig vermarkten. Die lang ersehnte Zertifizierung beendet ein ertragsschwächendes Problem, während Tarifkonflikte die Stimmung trüben.

- Behördliche Freigabe für Allegris-Business-Sitze erteilt
- Ab April volle Nutzung der Premium-Kabinen möglich
- Flottenausbau auf 29 Dreamliner bis Ende 2027 geplant
- Aktuelle Arbeitskämpfe belasten weiterhin den Betrieb
Lufthansa löst eines ihrer drängendsten operativen Probleme: Das kostspielige Zertifizierungs-Dilemma bei der neuen Business Class ist beendet. Während die Airline damit im lukrativen Premium-Segment wieder voll angreifen kann, trüben die jüngsten Arbeitsniederlegungen weiterhin die Stimmung.
Ende der Leerkapazitäten
Ab dem 15. April 2026 sind 25 der insgesamt 28 Business-Class-Sitze in den Boeing 787-9 Dreamlinern regulär buchbar. Dies gab der Konzern gestern bekannt. Bislang durfte Lufthansa aufgrund ausstehender behördlicher Genehmigungen lediglich vier Suiten in der ersten Reihe verkaufen. Die restlichen Sitze mussten trotz eingebauter Hardware leer bleiben oder durften nicht als Premium-Produkt vermarktet werden.
Ursache für die monatelange Hängepartie war die komplexe „Allegris“-Sitzkonfiguration. Die Behörden verlangten umfangreiche Nachweise, dass eine schnelle Evakuierung trotz der verschiedenen Sitztypen und Barrieren gewährleistet ist. Diese Hürde ist nun genommen.
Für die Ertragskraft der Airline ist dieser Schritt essenziell. Das Business-Segment ist der wichtigste Gewinntreiber im Netzwerkverkehr. Dass Lufthansa über Monate hinweg fast die gesamte Premium-Kabine in ihren modernsten Flugzeugen nicht monetarisieren konnte, belastete die Bilanz in einer Phase, in der Wettbewerber aggressiv um Marktanteile kämpfen.
Flottenausbau und Arbeitskampf
Parallel zur Zertifizierung treibt der Konzern die Modernisierung voran. Aktuell sind acht Dreamliner mit der neuen Kabine im Einsatz, bis Ende 2027 soll die Teilflotte auf 29 Maschinen wachsen. Die vollständig nutzbaren Flugzeuge werden im Sommerflugplan primär ab Frankfurt auf Strecken nach Nordamerika und Asien eingesetzt, darunter Austin, Shanghai und New York.
Die aktuelle Lage im Überblick:
- Verfügbarkeit: 25 von 28 Business-Sitzen ab Mitte April buchbar
- Flottenziel: 29 Boeing 787-9 bis Ende 2027
- Streikfolgen: Ca. 800 Ausfälle am 12. Februar
- Passagierzahlen: Über 1 Million Allegris-Gäste seit 2024
Die operative Erleichterung trifft jedoch auf ein angespanntes Arbeitsklima. Erst in der vergangenen Woche legten Piloten und Kabinenpersonal den Betrieb für 24 Stunden lahm, was rund 100.000 Passagiere betraf. Die Fronten zwischen Management und Gewerkschaften – insbesondere bezüglich der Betriebsrenten und der Zukunft der Regionalsparte – bleiben verhärtet.
Die Freigabe der Sitze beseitigt ein teures operatives Hindernis und stärkt die Umsatzseite im wichtigen Sommergeschäft. Ob sich dieses Potenzial voll entfalten kann, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell das Management die anhaltenden Tarifkonflikte beilegen kann, um weitere kostspielige Arbeitsausfälle zu vermeiden.
Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




