Lufthansa Aktie: Erholung mit Hindernissen
Nach dem Pilotenstreik sieht sich die Lufthansa Group mit einer Dubai-Flugsperre und drohenden Arbeitskämpfen bei Eurowings konfrontiert, was den Aktienkurs belastet.

- Zweitägiger Pilotenstreik legte 80 Prozent der Flüge lahm
- Flugverbot für Dubai bis Ende März durch Behördenvorgaben
- Aktienkurs verliert über 15 Prozent auf Monatssicht
- Urabstimmung bei Eurowings droht neue Streikwelle
Der zweitägige Pilotenstreik bei der Kernmarke ist gerade erst beendet, da sieht sich der Konzern bereits mit den nächsten operativen Hürden konfrontiert. Während die Flugzeuge an den Drehkreuzen Frankfurt und München wieder planmäßig abheben, droht bei der Tochter Eurowings bereits der nächste Arbeitskampf. Gleichzeitig zwingen behördliche Vorgaben im Nahen Osten das Unternehmen zu empfindlichen Streichungen im Flugplan.
Ungelöster Rentenkonflikt
Am Wochenende standen die Bänder bei der Kernmarke und Lufthansa Cargo weitgehend still. Rund 80 Prozent der geplanten Verbindungen fielen dem Ausstand der Vereinigung Cockpit zum Opfer, was allein in Frankfurt und München über 600 Annullierungen zur Folge hatte. Seit dem heutigen Montag läuft der Betrieb zwar wieder nach Plan, der zugrundeliegende Konflikt um die betriebliche Altersversorgung bleibt allerdings ungelöst. Die Arbeitgeberseite pocht auf Kompromisse, während die Gewerkschaft langfristige Garantien für die Rentenmodelle fordert.
Abseits der internen Tarifstreitigkeiten belasten externe Faktoren das operative Geschäft. Die Lufthansa Group muss sämtliche Flüge von und nach Dubai bis einschließlich 28. März aussetzen. Grund hierfür sind drastische Kapazitätskürzungen der dortigen Flughafenbehörden, die auch Konzerntöchter wie SWISS und Austrian Airlines treffen.
Dubai-Sperre und Eurowings-Urabstimmung
Diese anhaltende operative Unsicherheit spiegelt sich in der jüngsten Kursentwicklung wider. Auf Monatssicht hat das Papier über 15 Prozent an Wert verloren und notiert mit aktuell 7,68 Euro spürbar unter der wichtigen 200-Tage-Linie von 7,99 Euro. Der leichte Tagesgewinn zum Wochenstart ändert wenig an der charttechnisch angespannten Lage.
Um die schwächelnden Margen der Kernmarke im Vergleich zu profitableren Töchtern wie SWISS zu verbessern, treibt das Management ein umfangreiches Turnaround-Programm voran. Kurzfristig richtet sich der Blick der Anleger jedoch auf die Tochtergesellschaft Eurowings. Dort endet am heutigen Montag die Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen, deren Ergebnis unmittelbar über weitere Flugausfälle im europäischen Streckennetz entscheidet.
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