Lufthansa Aktie: Indien-Fokus mit neuen Flügen
Lufthansa verlagert Kapazitäten nach Asien und profitiert von gesenkter Luftverkehrsteuer. Die Aktie zeigt sich stark, gilt aber technisch als überkauft.

- Steuersenkung für Flugpassagiere ab Juli
- Ausbau der Indien-Strecken angekündigt
- Eurowings-Chef kritisiert Standortkosten
- RSI signalisiert überkaufte Aktie
Lufthansa schaltet in den Angriffsmodus. Während die Steuerlast in Deutschland sinkt, verlagert der Konzern massiv Kapazitäten nach Asien. Die neue Strategie trifft auf einen starken Aktienkurs.
Steuer-Rabatt und Kritik
Deutschland senkt zum 1. Juli 2026 die Luftverkehrsteuer. Passagiere der Lufthansa und Eurowings zahlen dann weniger Abgaben. Auf der Langstrecke sinkt der Satz um 11,40 Euro. Der Bundeshaushalt verliert dadurch jährlich rund 355 Millionen Euro.
Die Branche reagiert dennoch verhalten. Der Chef von Eurowings nennt die Maßnahme einen Tropfen auf den heißen Stein. Er kritisiert die weiterhin hohen Standortkosten am Luftverkehrsstandort Deutschland.
Fokus auf den Wachstumsmarkt
Lufthansa reagiert auf die angespannte Lage im Nahen Osten. Der Konzern verlagert seine Kapazitäten verstärkt nach Indien.
Die Expansion umfasst mehrere Strecken:
* Zusätzliche wöchentliche Flüge ab Frankfurt nach Chennai und Delhi.
* Eine neue wöchentliche Verbindung ab Frankfurt nach Hyderabad.
* Häufigere Flüge ab München nach Bangalore.
* Zwei tägliche Flüge der Tochter Swiss nach Delhi im Frühjahr 2026.
Indien bietet als Wachstumsmarkt eine willkommene Diversifizierung. Der Konzern will so geopolitische Risiken abfedern. Unruhe gab es zuletzt nur wegen Berichten über Kerosinmangel. Angeblich sollten 40 Flugzeuge am Boden bleiben. Lufthansa dementierte diese Meldungen umgehend als falsch.
Technische Warnsignale
Die Aktie spiegelt den Optimismus wider. Mit 9,74 Euro notiert das Papier nur knapp unter dem Jahreshoch. Binnen eines Jahres legte der Kurs um fast 38 Prozent zu. Damit liegt der Titel deutlich über seiner 200-Tage-Linie.
Das rasanten Tempo birgt jedoch Risiken. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 75,3 Punkten. Technisch gilt die Aktie damit als überkauft. In der neuen Handelswoche rückt die psychologische Marke von 10,00 Euro näher. Ob der Ausbruch gelingt, hängt nun an der Ausdauer der Käufer.
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