Lufthansa Aktie: Jubiläum mit Bremsklotz
Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens prüft die Lufthansa eine Reduzierung ihres Flugangebots um bis zu fünf Prozent. Grund sind die anhaltend hohen Kerosinpreise, die die operative Marge belasten.

- Prüfung von Kapazitätskürzungen um bis zu fünf Prozent
- Bis zu 40 ältere Flugzeuge könnten vorübergehend stillgelegt werden
- Hohe Kerosinkosten belasten operative Marge erheblich
- Selektiver Ausbau trotzdem auf stark nachgefragten Strecken geplant
Hundert Jahre Luftfahrtgeschichte — und ausgerechnet am Jubiläumstag muss Lufthansa über Flottenkürzungen nachdenken. Der Konzern prüft, sein Flugangebot um bis zu fünf Prozent zu reduzieren. Grund: die anhaltend hohen Kerosinpreise, die die operative Marge empfindlich belasten.
Bis zu 40 Maschinen könnten am Boden bleiben
Konkret steht die vorübergehende Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen im Raum. Betroffen wären vor allem ältere, treibstoffintensive Jets. CEO Carsten Spohr betonte, man wolle frühzeitig auf die veränderten Kostenbedingungen reagieren — ein klares Signal, dass die Belastung nicht mehr nur durch Hedging-Geschäfte aufgefangen werden kann.
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Zwar hat Lufthansa einen Großteil des Kerosinbedarfs über Termingeschäfte abgesichert, doch der ungesicherte Anteil verursacht erhebliche Mehrkosten. Die gestiegenen Energiepreise, mitverursacht durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, schlagen nach Konzernangaben mit zusätzlichen Ausgaben in Milliardenhöhe zu Buche. Steigende Ticketpreise könnten die Folge sein.
Expansion und Einschränkung zugleich
Das Paradoxe an der Situation: Gleichzeitig plant Lufthansa für den Sommer 2026 einen Ausbau auf bestimmten Strecken — touristische Ziele in Südeuropa und neue Langstreckenverbindungen nach Indien stehen auf der Agenda. Der Konzern versucht also, selektiv zu wachsen, wo die Nachfrage stimmt, und gleichzeitig an anderer Stelle Kapazitäten zu streichen.
Den 100. Jahrestag des ersten Linienflugs von Berlin-Tempelhof nach Zürich feierte Lufthansa heute mit nachgestellten Sonderflügen — eine Boeing 787-9 und ein Airbus A350-900 starteten von Frankfurt und München nach Berlin, bevor sie die historischen Routen beflogen. Symbolisch stark, operativ bleibt der Gegenwind real.
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