Lufthansa Aktie: Mehr Gegenwind
Die Lufthansa muss zahlreiche Flüge streichen und Umwege fliegen, während steigende Ölpreise die Kerosinkosten erhöhen. Die Aktie verliert an Wert, bevor am Freitag die Jahresbilanz veröffentlicht wird.

- Flugstreichungen in Nahost bis mindestens 8. März
- Steigende Ölpreise erhöhen Kerosinkosten deutlich
- Aktienkurs fällt unter 50-Tage-Durchschnitt
- Jahreszahlen am 6. März als nächster Prüfstein
Die Eskalation im Nahen Osten trifft die Lufthansa zur Unzeit. Gesperrte Lufträume zwingen den Konzern zu massiven Flugstreichungen und Umwegen – und gleichzeitig verteuert der Ölpreisanstieg das Kerosin. Ausgerechnet am Freitag stehen die Jahreszahlen an: Kann die Airline die zusätzlichen Kosten und Störungen wegstecken?
Nahost-Routen: Streichungen und Umwege
Bis einschließlich 8. März meidet die Lufthansa-Gruppe den Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak. Auch Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran sind von der Vorsichtsmaßnahme betroffen. Entsprechend bleiben Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bis zum 8. März ausgesetzt.
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Zusätzlich streicht der Konzern Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 4. März. Die Auswirkungen reichen aber über die direkt betroffenen Ziele hinaus: Wenn Maschinen Umwege fliegen müssen, steigen Flugzeiten – und das kann auch andere Umläufe im Netz durcheinanderbringen.
Für Passagiere gibt es laut Unternehmen eine klare Regelung: kostenfreie Umbuchung auf ein späteres Datum oder volle Erstattung des Ticketpreises.
Kostenfaktor Kerosin: Doppelte Belastung
In solchen Lagen kommen zwei Probleme zusammen. Erstens: Luftraumsperrungen unterbrechen Routen und erzwingen längere Strecken. Zweitens: Der steigende Ölpreis treibt das Kerosin nach oben. Das ist besonders ungünstig, weil längere Flugrouten ohnehin mehr Treibstoff verbrauchen – der Kostendruck steigt also gleich doppelt.
Lufthansa steht damit nicht allein. Auch British Airways, Air France und Wizz Air haben Verbindungen in die Region ausgesetzt. Das zeigt: Es geht nicht um ein unternehmensspezifisches Problem, sondern um eine branchenweite operative Einschränkung.
Aktie und zusätzlicher interner Druck
An der Börse spiegelt sich die Nervosität bereits wider. Die Aktie notiert heute bei 8,53 Euro und liegt damit -1,68% im Minus. Auf Wochensicht sind es -7,02%. Damit bleibt der Kurs zudem unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,84 Euro – ein Signal, dass der Titel kurzfristig weiter Gegenwind hat.
Neben den externen Faktoren drückt auch die interne Lage: Ein jüngster Pilotenstreik bei der Kerngesellschaft führte zur Streichung von über 800 Flügen und betraf rund 100.000 Passagiere. Der Tarifkonflikt ist weiterhin nicht gelöst; bei der Tochter Cityline lief zudem eine Urabstimmung zur Streikbereitschaft.
Am 6. März legt Lufthansa die Jahreszahlen vor. Genau dieser Termin wird zum nächsten Prüfstein: Dann zeigt sich, wie robust die Profitabilität wirkt – während operative Störungen und höhere Kerosinkosten gleichzeitig auf das System drücken.
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