Lufthansa Aktie: Nettoverlust auf 665 Millionen gesunken
Lufthansa verringert den Nettoverlust im ersten Quartal und plant den Ausbau der ITA-Beteiligung auf 90 Prozent.

- Nettoverlust auf 665 Millionen gesenkt
- Umsatz steigt um acht Prozent
- ITA-Anteilserhöhung für Juni geplant
- Aktie seit Jahresbeginn im Minus
Die Lufthansa Group startet mit einer operativen Verbesserung in das Jahr 2026. Während das erste Quartal saisonal bedingt traditionell defizitär bleibt, schrumpfte der Nettoverlust auf 665 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch bei 885 Millionen Euro gelegen.
Operative Fortschritte trotz Kerosindruck
Der Umsatz kletterte parallel dazu um acht Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Treiber für die finanzielle Stabilität war der bereinigte freie Cashflow, der um 65 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegte. Die Auslastung der Maschinen blieb mit 81,9 Prozent auf einem hohen Niveau.
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Diese Liquidität dient als Puffer gegen externe Faktoren. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit Treibstoff-Mehrkosten von rund 1,7 Milliarden Euro. Um die Belastung zu begrenzen, hat das Management 80 Prozent des Kerosinbedarfs abgesichert. Das operative Jahresergebnis soll am Ende deutlich über dem Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro liegen.
Die Expansion in Richtung Italien
Im Zentrum der Strategie steht der Ausbau des europäischen Netzwerks. Im Juni 2026 plant Lufthansa, den Anteil an der italienischen ITA Airways auf 90 Prozent zu erhöhen. Für die Tranche von 49 Prozent sieht die Vereinbarung einen Kaufpreis von 325 Millionen Euro vor.
Die technische Anbindung ist bereits weit fortgeschritten. Die Integration in das Vielfliegerprogramm Miles & More sowie in die Star Alliance gilt als weitgehend abgeschlossen. Die vollständige Eingliederung in den Konzern wird für das erste Quartal 2027 angestrebt, sofern die Behörden in Europa und den USA zustimmen.
An der Börse wird die Entwicklung bisher verhalten aufgenommen. Die Aktie notierte zuletzt bei 8,15 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 4,6 Prozent im Minus. Das Papier bewegt sich damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro, das im Februar erreicht wurde.
Analysten von Deutsche Bank Research stufen den Titel mit „Hold“ ein und rufen ein Kursziel von 7 Euro auf. Sie verweisen darauf, dass insbesondere das Frachtgeschäft als wichtiger Stabilisator dienen könnte, um den Kostendruck im Passagiersegment auszugleichen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die regulatorischen Genehmigungen für den ITA-Deal wie geplant erteilt werden. Ohne dieses grüne Licht aus Brüssel und Washington bleibt ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie mit Unsicherheit behaftet.
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