Lufthansa Aktie: Neue Streikfront

Neue Streikdrohung durch Kabinenpersonal und steigende Kerosinkosten belasten Lufthansa vor der Osterreisezeit und gefährden die Jahresprognose.

Die Kernpunkte:
  • UFO-Gewerkschaft erhält hohe Streikzustimmung
  • Kerosinpreise verursachen Milliarden-Mehrkosten
  • Angebotsreduktion und Flottenanpassung geplant
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch

Das Bodenpersonal ist befriedet — jetzt droht der nächste Arbeitskampf. Das Kabinenpersonal der Lufthansa hat Ende März in einer Urabstimmung mit 94 Prozent für Streikmaßnahmen votiert, die Regionaltochter Cityline sogar mit knapp 99 Prozent. Konkrete Termine hat die Gewerkschaft UFO noch nicht genannt, doch die Unsicherheit trifft die Airline ausgerechnet vor der Osterreisezeit.

Kerosin als zweite Baustelle

Parallel zum Tarifstreit lastet der gestiegene Kerosinpreis schwer auf dem Konzern. Durch den Iran-Krieg drohen laut Konzernchef Carsten Spohr Mehrkosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro aus dem nicht abgesicherten Teil des Treibstoffeinkaufs. Zwar sind rund 80 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 preislich gesichert — die Absicherung für künftige Perioden hat Lufthansa angesichts der hohen Preise jedoch vorübergehend ausgesetzt.

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Als Reaktion prüft der Konzern eine Angebotsreduktion von 2,5 Prozent. Das könnte bedeuten, dass 20 bis 40 ältere Flugzeuge zeitweise am Boden bleiben — vor allem auf wirtschaftsschwachen Europarouten. Gleichzeitig sollen Kapazitäten auf Indien und touristische Ziele in Südeuropa umgelenkt werden, wo die Nachfrage nach dem Rückgang der Golfreisen anzieht.

Zwischen Jubiläum und Gegenwind

Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro und hat seit Jahresbeginn gut elf Prozent verloren. Analysten prognostizieren für 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,15 Euro — ein Wert, der stark davon abhängt, ob Streiks ausbleiben und die Kerosinkosten nicht weiter eskalieren.

Ausgerechnet in ihrem Jubiläumsjahr — 100 Jahre Lufthansa — plant die Airline neue Langstreckenverbindungen, 25 effizientere Neuflugzeuge und umfassende Produktverbesserungen. Ob diese Investitionsoffensive die aktuellen Belastungen kompensieren kann, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — sofern bis dahin Klarheit über mögliche Streikmaßnahmen besteht.

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