Lufthansa Aktie: Steuer runter, Flüge auch
Die Lufthansa profitiert ab Mitte 2026 von niedrigeren Luftverkehrsteuern, während die Tochtergesellschaft Swiss hunderte Sommerflüge streichen muss. Die Aktie notiert unter ihrem Durchschnitt.

- Senkung der Luftverkehrsteuer ab Juli 2026
- Swiss streicht 326 Flüge im Sommer 2026
- Personalmangel und technische Probleme als Ursache
- Aktie notiert zehn Prozent unter 50-Tage-Durchschnitt
Günstigere Ticketsteuern ab Juli 2026 — und gleichzeitig weniger Flüge im Sommer. Für die Lufthansa liefert die aktuelle Nachrichtenlage ein gemischtes Bild: politischer Rückenwind trifft auf operative Probleme bei der Konzerntochter Swiss.
Bundesregierung plant Steuerentlastung
Das Bundesfinanzministerium hat einen Entwurf vorgelegt, der die Luftverkehrsteuer ab dem 1. Juli 2026 auf das Niveau von 2024 zurückführt. Konkret sinkt die Abgabe auf Kurzstreckenflügen von 15,53 auf 13,03 Euro, auf der Mittelstrecke von 39,34 auf 33,01 Euro und auf der Langstrecke von 70,83 auf 59,43 Euro.
Für Lufthansa bedeutet das eine verbesserte Wettbewerbsposition auf dem deutschen Heimatmarkt — zumindest auf dem Papier. Den Bundeshaushalt kostet die Maßnahme 2026 rund 185 Millionen Euro, bis 2030 könnten sich die Mindereinnahmen auf bis zu 355 Millionen Euro summieren.
Swiss streicht Hunderte Sommerflüge
Weniger erfreulich ist die Lage bei der Schweizer Konzerntochter. Swiss streicht für den Sommer 2026 insgesamt 326 Flüge — rund 0,4 Prozent des geplanten Angebots. Verantwortlich sind Personalmangel im Cockpit und technische Triebwerksprobleme. Schon im Vorjahr fielen rund 1.400 Flüge aus.
Um die Situation im Kabinenbereich zu entschärfen, bietet Swiss dem Personal derzeit Prämien von bis zu 15.000 Schweizer Franken für eine freiwillige Kündigung an — ein ungewöhnlicher Schritt, der die strukturellen Engpässe bei der Airline verdeutlicht.
Die Lufthansa-Aktie notiert bei 7,80 Euro und liegt damit rund zehn Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,68 Euro. Steuerliche Entlastungen brauchen Zeit, bis sie in der Nachfrage ankommen. Die operativen Kapazitätsverluste bei Swiss hingegen wirken sofort.
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