Lufthansa Aktie: Streik belastet
Der Pilotenstreik bei Lufthansa führt zu erheblichen Flugausfällen und belastet die Aktie. Der Konflikt um Altersvorsorge und Vergütung bleibt ungelöst.

- Zweiter Tag des Pilotenstreiks bei Lufthansa
- Bis zu 70 Prozent der Flüge am Boden
- Aktienkurs verliert deutlich an Wert
- Kein neues Angebot der Konzernführung
Der Pilotenstreik bei der Lufthansa geht in den zweiten Tag — und der Konzern kämpft weiter mit massiven Flugausfällen. Während das Unternehmen versucht, zumindest 50 Prozent des regulären Betriebs aufrechtzuerhalten, zeichnet die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ein deutlich düstereres Bild: Am Donnerstag sollen laut VC rund 70 Prozent der Maschinen am Boden geblieben sein.
Ausmaß der Ausfälle
Die Zahlen vom ersten Streiktag sprechen für sich. Am Frankfurter Flughafen fielen rund 400 von 1.165 geplanten Flugbewegungen aus, in München waren es 230 von 800. Auch Hamburg, Hannover und Bremen meldeten zahlreiche Streichungen bei Inlandsverbindungen. Nicht betroffen sind Eurowings sowie die ausländischen Konzerntöchter Austrian Airlines und Brussels Airlines.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?
Hinter dem Ausstand stecken unterschiedliche Forderungen je nach Konzerneinheit: Bei der Kernmarke und Lufthansa Cargo dreht sich der Konflikt um die betriebliche Altersvorsorge, bei der Tochter Cityline um die Vergütung. Ein neues Angebot der Konzernführung liegt bislang nicht vor. Bereits am 12. Februar hatte eine erste Streikwelle rund 800 Flüge verhindert — der Tarifstreit zieht sich also schon länger hin.
Aktie unter Druck
An der Börse hinterließ der Streik sichtbare Spuren. Die Aktie verlor gestern zeitweise knapp 4 Prozent und notiert aktuell bei 7,79 Euro — rund 11 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Erschwerend kommt hinzu, dass steigende Kerosinpreise infolge geopolitischer Spannungen die Margen zusätzlich belasten. Das prognostizierte Kapazitätswachstum an deutschen Flughäfen im Sommer 2026 liegt mit nur 2 Prozent weit hinter dem europäischen Schnitt von 8 Prozent — ein strukturelles Handicap, das den Druck auf die Ertragslage erhöht.
Für Samstag stellt Lufthansa eine schrittweise Normalisierung des Flugbetriebs in Aussicht. Solange jedoch keine Einigung am Verhandlungstisch erzielt wird, bleibt das Risiko weiterer Streikwellen real — und damit auch der Druck auf die operative Marge im laufenden Quartal.
Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




