Lufthansa Aktie: Tarifpoker spitzt sich zu

Nach ergebnislosen Tarifgesprächen drohen bei Lufthansa Warnstreiks. Der Konzern treibt trotzdem seine operative Optimierung voran und hält an ehrgeizigen Margenzielen fest.

Die Kernpunkte:
  • Verhandlungen mit 20.000 Beschäftigten ohne Ergebnis
  • Entscheidende zweite Tarifrunde im Februar geplant
  • Konzern verzeichnet starkes operatives Wachstum
  • Aktie konsolidiert nach 40-prozentigem Jahresplus

Die Lufthansa-Aktie konnte in den letzten zwölf Monaten über 40 Prozent zulegen, doch nun droht Gegenwind von der Arbeitnehmerseite. Nach einem ergebnislosen Auftakt der Tarifgespräche mit ver.di wächst die Sorge vor neuen Arbeitskampfmaßnahmen. Während das Management operativ Fortschritte erzielt, blicken Anleger gespannt auf die entscheidende zweite Verhandlungsrunde im Februar.

  • Konflikt: Verhandlungen für 20.000 Bodenbeschäftigte ohne Ergebnis gestartet.
  • Termin: Nächste Runde am 11. und 12. Februar entscheidet über Streikgefahr.
  • Chart: Aktie hält sich bei 8,92 Euro stabil über der 50-Tage-Linie.

Drohende Arbeitskampfmaßnahmen

Die Fronten zwischen der Lufthansa Group und der Gewerkschaft ver.di haben sich verhärtet. Die erste Gesprächsrunde am 19. Januar endete ohne Annäherung, da die Arbeitgeberseite laut Berichten noch kein konkretes Angebot vorlegte. Betroffen sind rund 20.000 Beschäftigte in kritischen Bereichen wie der Technik, der Frachtsparte Cargo und dem Bodenpersonal der Lufthansa AG.

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Sollte die kommende Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar keinen Durchbruch bringen, steigt das Risiko von Warnstreiks erheblich an. Solche Maßnahmen könnten den operativen Betrieb empfindlich stören und die zuletzt positive Stimmung an der Börse belasten.

Operative Effizienz als Gegenpol

Trotz der schwelenden Tarifkonflikte treibt der Konzern seine strukturelle Optimierung voran. Im Fokus steht eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport am Hub Frankfurt. Nach dem erfolgreichen Münchner Modell wird ein gemeinsamer Betrieb des Terminals 2 diskutiert, um die Abläufe am wichtigsten deutschen Drehkreuz dauerhaft zu verbessern.

Diese Maßnahmen flankieren die finanzielle Erholung des Konzerns. Bereits in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 kletterte das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) um 26 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Auch die Pünktlichkeit der Flotte erreichte laut Unternehmensangaben erstmals wieder das Niveau von vor der Pandemie.

Langfristige Ziele im Blick

Der Konzern hält zudem an seiner im September 2025 verkündeten Strategie fest. Für den Zeitraum 2028 bis 2030 strebt das Management eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 8 und 10 Prozent an. Um diese Ziele zu erreichen, ist unter anderem der Abbau von weltweit rund 4.000 Verwaltungsstellen bis zum Ende des Jahrzehnts geplant.

Aktuell notiert die Aktie bei 8,92 Euro und verteidigt damit den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt bei 8,62 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 10,20 Euro beträgt derzeit rund 12,5 Prozent, was den Konsolidierungsbedarf nach der Rallye verdeutlicht.

Fazit

Die Lufthansa-Aktie befindet sich in einer Warteposition. Kurzfristig wird das Ergebnis der Tarifverhandlungen Mitte Februar die Richtung vorgeben – ein Streik wäre ein Belastungsfaktor, eine Einigung könnte den Weg für den Fokus auf die Fundamentaldaten freimachen. Spätestens mit der Vorlage des Geschäftsberichts 2025 am 6. März erhalten Investoren dann Klarheit über die tatsächliche finanzielle Verfassung des Konzerns.

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