Lufthansa Aktie: Tochter sofort abgewickelt!

Lufthansa beendet abrupt den Betrieb ihrer Regionaltochter Cityline und streicht Langstreckenjets, um Kosten zu senken. Die Aktie erholt sich nach einer Streikpause deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Betriebsende für Regionaltochter mit 2.200 Mitarbeitern
  • Stilllegung von sechs Langstreckenflugzeugen geplant
  • Aktienkurs steigt nach Streikpause um fast sieben Prozent
  • Erste Quartalszahlen werden am 6. Mai erwartet

Die Streiks ruhen vorerst. Im Hintergrund greift das Management dafür umso härter durch. Mitten in der tiefsten Tarifkrise zieht die Lufthansa bei ihrer Regionaltochter Cityline endgültig den Stecker. Der Flugbetrieb endete abrupt am 18. April. Das ist kein gewöhnlicher Konzernumbau. Es ist ein hartes Signal an Belegschaft und Aktionäre.

Das Ende für 2.200 Mitarbeiter

Finanzvorstand Till Streichert zieht die Reißleine. Die anhaltenden Arbeitskämpfe und teures Kerosin zwingen den Konzern zum Handeln. Die 27 Canadair Regional Jets der Cityline bleiben ab sofort am Boden. Das Aus betrifft rund 2.200 Mitarbeiter. Bisher bediente die Tochtergesellschaft wöchentlich etwa 1.000 Flüge für die Kernmarke. Einige Routen übernimmt nun die Muttergesellschaft. Andere Verbindungen streicht die Airline ersatzlos.

Langstrecke wird ausgedünnt

Der Kahlschlag beschränkt sich nicht auf den Regionalverkehr. Ende Oktober legt die Lufthansa sechs Langstreckenjets der Kernmarke still. Darunter befinden sich vier Airbus A340-600 und zwei Boeing 747-400. Nächstes Jahr verschwindet der Jumbo-Jet dann komplett aus der Flotte. Im Gegenzug soll die günstigere Konzerntochter Discover Airlines schneller wachsen. Sie erhält neue Airbus-A350-Maschinen. Das Ziel: Kosten senken und die Profitabilität steigern.

Streikpause treibt den Kurs

An der Börse sorgte die aktuelle Streikpause für massives Aufatmen. Die Gewerkschaften VC und Ufo haben vorerst keine weiteren Streiks beschlossen. Investoren honorierten diese Atempause sofort. Am Freitag schoss die Lufthansa-Aktie um fast sieben Prozent auf 8,07 Euro nach oben. Seit Jahresbeginn notiert das Papier allerdings weiterhin rund fünfeinhalb Prozent im Minus. Der Grundkonflikt um die Altersvorsorge schwelt derweil weiter. Für die Belegschaft der abgewickelten Cityline müssen nun rasch Anschlusslösungen her.

Wie teuer die tausenden Flugausfälle und der abrupte Flottenumbau wirklich waren, zeigt sich in wenigen Wochen. Am 6. Mai veröffentlicht die Lufthansa ihren Zwischenbericht für das erste Quartal. Fällt die Bilanz robuster aus als befürchtet, könnte die Aktie den 50-Tage-Durchschnitt bei 8,27 Euro nachhaltig überwinden. Scheitern die Tarifgespräche jedoch erneut, droht ein rascher Rückschlag.

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