Lufthansa Aktie: Treibstoff-Rechnung kein Problem?
Im dritten Quartal 2026 wuchs das bereinigte Betriebsergebnis um 6 Prozent; der TAP-Vertrag benötigt noch behördliche Freigaben.

- Operatives Ergebnis erreicht 1,407 Milliarden Euro
- Umsatz steigt um 9 Prozent
- Treibstoffkosten liegen 543 Millionen Euro höher
- TAP-Einstieg für 1,025 Milliarden Euro vereinbart
Lufthansa hat am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen höheren operativen Gewinn gemeldet, obwohl die Treibstoffkosten deutlich zulegten. Das bereinigte Betriebsergebnis erreichte 1,407 Milliarden Euro. Gestern gewann die Aktie 3,9%, getragen von Analystenimpulsen und einer positiveren Bewertung des Luftfahrtsektors.
Gewinnanstieg trotz höherer Treibstoffkosten
Nach Angaben der Lufthansa Group stieg das bereinigte Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent. Starke Nachfrage und Kostendisziplin glichen die höheren Treibstoffkosten nach Unternehmensangaben mehr als aus.
Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig lagen die Treibstoffkosten um 543 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau.
Für das Gesamtjahr 2026 konkretisierte Lufthansa die Prognose für das bereinigte Betriebsergebnis auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.
Die gestern von dpa-AFX berichtete Branchenaufwertung durch Barclays richtete den Blick dagegen auf sinkende Treibstoffkosten, die sich nach den US-Zwischenwahlen abzeichneten. Das Analysehaus erwartet dadurch eine robustere Nachfrage.
Bernstein-Analyst Alex Irving verwies gestern auf die übertroffenen Erwartungen im dritten Quartal. Er betonte zugleich die gestiegenen Treibstoffkosten und die ambitionierte nötige Steigerung des Erlöses pro Sitzplatzkilometer im Schlussquartal.
TAP-Vertrag wartet auf Genehmigungen
Neben den Quartalszahlen meldete Lufthansa am Dienstag die Unterzeichnung des Vertrags mit der portugiesischen Regierung zum Einstieg bei TAP Air Portugal. Für zunächst 44,9 Prozent ist ein Kaufpreis von 1,025 Milliarden Euro vereinbart.
Unter Einbeziehung einer möglichen Aufstockung und einer zeitabhängigen Zusatzgebühr kann der Gesamtkaufpreis bis zu 1,2 Milliarden Euro betragen. Der Vollzug steht unter behördlichem Genehmigungsvorbehalt, darunter der Zustimmung der Europäischen Kommission.
Als nächster bestätigter Konferenztermin steht am 11. November die UBS European Conference in London im Finanzkalender der Lufthansa Group.
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