Lufthansa: Die neuen Zahlen können sich sehen lassen

So richtig trauen die Anleger der Lufthansa momentan noch nicht über den Weg. Zwar hatte der Vorstand der Kranichlinie zuletzt viel Optimismus verbreitet, was das Sommergeschäft angeht.

Doch quasi als Kontrastprogramm dazu hatte der Branchenverband IATA gewarnt, dass die steigenden Kerosinpreise die Profitabilität der angeschlossenen Airlines unter Druck bringen könnte. Entsprechend hielten sich bislang jegliche Versuche der Aktie, aus ihrem knallharten Abwärtstrend herauszukommen, in Grenzen.

Zweistelliges Wachstum im Mai

Doch die Chance ist wieder da, dass dies erneut in Angriff genommen werden könnte. Hintergrund hier sind die jüngsten Passagierzahlen, die durch die Lufthansa gemeldet wurden. So konnte die Fluggesellschaft vermelden, dass man im Mai konzernweit, also auch inklusive der Billigfluglinie Eurowings, 12,9 Millionen Passagiere befördert hat. Dies entsprach einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 %.

Die sogenannten Netzwerk-Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines konnten insgesamt 9,3 Millionen Fluggäste befördern. Dies waren 7,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz stieg dabei um 4,8 %. Der Sitzladefaktor als Maß für die Auslastung verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 79,2 %.

Eurowings im Aufwind

Mit einem Wachstum um mehr als 20 % auf 3,6 Millionen Fluggäste war die Eurowings Group der zuwachsstärkste Konzernbereich. Hier konnte nicht nur der Absatz um mehr als 26 % gesteigert werden. Hinzu kam auch ein Sitzladefaktor von 80,2 %, was einem Anstieg um 3,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entsprach unter dem Strich verbesserte sich so die Auslastung um 0,4 Prozentpunkte auf 79,4 %

Kann die Aktie von Lufthansa nun drehen?

Das sorgte zum Wochenbeginn dafür, dass die Aktie der Lufthansa wieder einmal ein Plus verbuchen konnte. Damit ist natürlich noch längst keine Trendwende in Sicht. Denn die Lufthansa bleibt bislang unangefochten in ihrem Abwärtstrend, der inzwischen seit Jahresbeginn anhält. Schreibt man diesen fort, könnte aufgrund der längerfristigen Charttechnik erst im Bereich von 21 Euro eine Bodenbildung möglich sein. Dort hatte es im vergangenen Sommer eine Widerstandszone gegeben, die nun als Unterstützung fungieren könnte.

Allerdings würden wir eher darauf spekulieren, dass mit den neuen Passagierzahlen in der Hinterhand die Aktie zumindest einen Versuch startet, an den oberen Rand des Abwärtstrends bei derzeit rund 25 Euro zu kommen. Dort verläuft derzeit auch die 50-Tage-Linie. Gelänge es hier, aus welchen Gründen auch immer, einen Ausbruchsversuch zu starten, könnte sich daraus eine äußerst attraktive Turnaround Situation ergeben.

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