Lufthansa: Q1-Verlust von 0,31 Euro je Aktie

Hohe Kosten und saisonale Verluste belasten Lufthansa im ersten Quartal. Der Konzern hält an seinen Jahreszielen fest und stellt die Weichen für einen Führungswechsel im Aufsichtsrat.

Die Kernpunkte:
  • Erwarteter Quartalsverlust je Aktie
  • Kurs seit Jahresbeginn gefallen
  • Jahresumsatz-Ziel von 42 Milliarden
  • Neuer Aufsichtsratschef nominiert

Der Aktienkurs fällt, die operativen Kosten steigen, das erste Quartal bringt traditionell Verluste. Bei der Lufthansa verdichten sich die Wolken vor der Vorlage der neuen Geschäftszahlen. Analysten blicken skeptisch auf den Jahresauftakt, während der Konzern selbst an einem ambitionierten Jahresziel festhält.

Am 6. Mai öffnet der MDax-Konzern die Bücher für das erste Quartal. Marktbeobachter rechnen im Konsens mit einem Umsatz von rund 8,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich dürfte ein Verlust von 0,31 Euro je Aktie stehen. Saisonal bedingte Flaute und hohe Treibstoffkosten belasten die Margen der Kernmarke spürbar. Experten achten bei der anstehenden Präsentation besonders auf die Entwicklung der Stückkosten.

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Die Börse quittiert diese Aussichten mit Zurückhaltung. Aktuell notiert das Papier bei 7,25 Euro und rutschte damit spürbar ab. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf gut 15 Prozent. Ein RSI-Wert von 24 signalisiert derweil eine kurzfristig stark überverkaufte Situation.

Turnaround und Jahresziele

Ungeachtet des schwachen Jahresauftakts peilt das Management für 2026 weiterhin Wachstum an. Der Jahresumsatz soll auf über 42 Milliarden Euro klettern. Parallel dazu erwartet der Vorstand einen signifikanten Anstieg beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT).

Diese Zuversicht stützt sich auf mehrere Säulen:
– Den Kapazitätsausbau bei den Passagier-Airlines.
– Konkrete Turnaround-Fortschritte der Kernmarke Lufthansa Airlines.
– Anhaltendes Wachstum in den Sparten Logistik und Technik.

Neuer Kopf für den Aufsichtsrat

Neben den Finanzen rückt die personelle Aufstellung in den Fokus. Zur Hauptversammlung am 12. Mai steht ein Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums zur Abstimmung. Der ehemalige E.ON-Chef Johannes Teyssen ist als neuer Aufsichtsratsvorsitzender nominiert.

Hinzu kommt der amtierende Bayer-Finanzvorstand Wolfgang Nickl, der ebenfalls in das Gremium einziehen soll. Marktteilnehmer werten diese Personalien als Versuch, die Finanzkompetenz in der aktuellen Umbauphase zielgerichtet zu stärken.

Aktionäre blicken nun auf die anstehende Ausschüttung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird eine Dividende von rund 0,33 Euro je Aktie erwartet. Der Ex-Tag fällt voraussichtlich auf den 13. Mai, direkt nach dem Aktionärstreffen in Frankfurt. Ob die Papiere danach einen Boden finden, hängt maßgeblich von den operativen Fortschritten der Kernmarke im anlaufenden Sommergeschäft ab.

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