Lumentum: 780–830 Millionen Q3-Guidance
Lumentum peilt Rekordumsatz an, Analysten heben Kursziele. Die Aktie profitiert vom KI-Boom, doch Kapazitätsengpässe und Insiderverkäufe trüben den Ausblick.

- Rekordumsatz von 805 Millionen Dollar erwartet
- Aufträge bis 2027 durch KI-Nachfrage gesichert
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Insiderverkäufe und hohe Bewertung als Risiken
Ausverkauft bis 2027. Bei Lumentum trifft eine beispiellose Nachfrage aus den KI-Rechenzentren auf massive Kapazitätsengpässe. Wenn der Photonik-Spezialist Anfang Mai seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vorlegt, steht die Glaubwürdigkeit einer extrem ambitionierten Prognose auf dem Prüfstand.
Das Management peilt für das abgelaufene Quartal einen Rekordumsatz von rund 805 Millionen US-Dollar an. Das entspricht einem Plus von mehr als 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Analysten rechnen im Schnitt hingegen nur mit 695 Millionen US-Dollar. Diese ungewöhnlich große Lücke zeigt, wie schwer das rasante Tempo des KI-getriebenen Optik-Zyklus für Außenstehende derzeit zu greifen ist.
Am Markt überwiegt der Optimismus. Vor dem langen Mai-Wochenende schloss die Aktie mit einem Plus von gut fünf Prozent bei 893 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs damit mehr als verdoppelt. Befeuert wird die Rally von institutionellen Adressen: Jüngste Pflichtmitteilungen zeigen, dass unter anderem die Sumitomo Mitsui Trust Group signifikante neue Positionen aufgebaut hat.
Volle Auftragsbücher, knappe Kapazitäten
Operativ profitiert das Unternehmen massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Nachfrage nach optischen Komponenten ist so hoch, dass Lumentum laut eigenen Angaben bis 2027 ausverkauft ist. Allein der Auftragsbestand für optische Leitungsschalter (OCS) übersteigt 400 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2026 will das Management in diesem Segment Quartalsumsätze im dreistelligen Millionenbereich erzielen.
Der limitierende Faktor ist längst nicht mehr der Vertrieb, sondern die Produktion. Wafer- und Fabrikkapazitäten sind knapp, das Unternehmen meldete zuletzt eine Unterversorgung von bis zu 30 Prozent. Hinzu kommt eine starke Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Um die Auftragsflut zu bewältigen, baut der Konzern nun die externe Auftragsfertigung aus.
Analysten heben Ziele an
Auf der Wall Street passen die Banken ihre Modelle der neuen Realität an. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele im April deutlich nach oben korrigiert:
- Morgan Stanley: Anhebung von 595 auf 710 US-Dollar
- Northland: Sprung von 775 auf 1.000 US-Dollar
- Mizuho: Neues Ziel bei 930 US-Dollar mit „Outperform“-Rating
Ein Makel bleibt die hohe Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 200 auf Basis der vergangenen zwölf Monate verzeiht die Aktie keine operativen Fehler. Dass Insider in den letzten sechs Monaten 72-mal eigene Papiere verkauft und kein einziges Mal zugegriffen haben, mahnt zur Vorsicht. Wenn das Unternehmen in wenigen Tagen seine Bücher öffnet, muss das Management beweisen, dass es die massiven Kapazitätsengpässe schnell genug beheben kann, um die eigene Rekordprognose zu erfüllen.
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