LVMH Aktie: Dior-Kollektion von Jonathan Anderson zündet

Die Mode- und Lederwarensparte von LVMH verzeichnet erstmals wieder Wachstum. Trotz Währungsbelastungen bleibt die Dividende stabil.

Die Kernpunkte:
  • Modegeschäft wächst nach zwei Jahren
  • Stabile Dividende von 5,50 Euro
  • USA und Asien treiben Umsatz
  • Europa leidet unter Touristenflaute

LVMH findet allmählich wieder in die Spur. Nach einer langen Durststrecke liefert die wichtigste Sparte des Luxuskonzerns endlich wieder Wachstum. Anleger reagieren am Mittwoch dennoch verhalten auf die neuen Zahlen zum ersten Halbjahr.

Trendwende im Modegeschäft

Die Sparte für Mode und Lederwaren bildet das Herzstück des Konzerns. Im zweiten Quartal 2026 wuchs sie organisch um ein Prozent. Das beendet eine Phase der Stagnation, die fast zwei Jahre andauerte.

Das Management führt diesen Umschwung auf die kreative Erneuerung bei Christian Dior zurück. Besondere Erwähnung fanden dabei die Kollektionen des Designers Jonathan Anderson. Parallel dazu stärkt Louis Vuitton seine Präsenz durch exklusive Flagship-Stores in Peking und Seoul. Der Konzern setzt damit gezielt auf die Nachfrage extrem wohlhabender Kunden.

Wachstumsimpulse aus den USA

Regional zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Während die USA und Asien mit Zuwächsen von vier und sechs Prozent überzeugen, schwächelt Europa. Hier bremst eine verhaltene Nachfrage von Touristen das Geschäft spürbar aus.

Trotz negativer Währungseffekte bleibt die Profitabilität stabil. Das operative Ergebnis liegt bei 8,7 Milliarden Euro. Die Marge erreicht damit einen soliden Wert von 22,5 Prozent. Der Reingewinn hielt sich derweil konstant bei 5,7 Milliarden Euro.

Hohe Dividende trotz Gegenwind

Die Aktionäre erhalten eine Zwischendividende von 5,50 Euro je Aktie. Die Auszahlung erfolgt im Dezember 2026. Die Unternehmensführung signalisiert mit diesem Schritt Vertrauen in die eigene Finanzkraft.

Konzernchef Bernard Arnault blickt optimistisch auf die kommenden Monate. Finanzchefin Cécile Cabanis mahnt jedoch zur Vorsicht. Sie erwartet Belastungen durch ungünstige Wechselkurse in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

Die Aktie notiert aktuell bei 471,00 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 26 Prozent an Wert. Der nächste Härtetest folgt mit den Zahlen zum dritten Quartal. Dann muss der Konzern beweisen, dass die Erholung in der Modesparte nachhaltig ist.

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