LVMH Aktie: Q1-Wachstum auf 1 Prozent gedrosselt

LVMH verzeichnet nur noch verhaltenes Umsatzwachstum und verkauft Marc Jacobs. Die Aktie fiel seit Jahresbeginn um rund 25 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum im ersten Quartal nur 1 Prozent
  • Schwäche im Bereich Fashion & Leather Goods
  • Tiffany und Sephora als Wachstumsstützen
  • Verkauf von Marc Jacobs an WHP Global

LVMH bekommt die Abkühlung im Luxusmarkt inzwischen deutlich zu spüren. Der Konzern hat für das erste Quartal zwar weiter Wachstum gemeldet, aber die Dynamik hat sich klar verlangsamt. Parallel dazu reagieren Anleger empfindlich auf die schwächere Nachfrage in den USA und in China.

Der Kurs spiegelt das bereits wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund ein Viertel verloren und notiert mit 478,25 Euro nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 471,12 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 652,80 Euro ist das Papier weit entfernt. Der RSI liegt mit 79,9 allerdings auf einem erhöhten Niveau, was nach der jüngsten Erholung auf eine überhitzte Lage hindeutet.

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Wachstum nur noch gedämpft

LVMH setzte im ersten Quartal 19,1 Milliarden Euro um. Organisch wuchs der Umsatz nur noch um 1 Prozent, berichtete aber wegen Währungseffekten um 6 Prozent nach unten. Das ist ein deutlicher Dämpfer nach den starken Jahren direkt nach der Pandemie.

Besonders sichtbar wird die Schwäche im größten Bereich Fashion & Leather Goods. Dort sank der organische Umsatz um 2 Prozent, belastet vor allem durch den Konflikt im Nahen Osten. Andere Sparten hielten dagegen besser durch.

Tiffany stützt, Sephora zieht mit

Wines & Spirits legte organisch um 5 Prozent zu. Champagner lief vor allem in Europa ordentlich, Cognac profitierte vom Timing des chinesischen Neujahrs. Im Schmuckgeschäft kamen die großen Impulse von Tiffany, das Watches & Jewelry zu einem organischen Plus von 7 Prozent verhalf.

Auch Sephora blieb robust. Der Bereich aus dem Selective Retailing-Business wuchs in allen Regionen solide und festigte damit seine globale Position. Für LVMH ist das wichtig, weil es zeigt: Nicht alle Teile des Konzerns schwächeln gleichzeitig.

Marc Jacobs fällt weg

Am 14. Mai kündigte LVMH den endgültigen Verkauf von Marc Jacobs an WHP Global an. Der Schritt passt zur laufenden Sortierung im Portfolio. Der Konzern rückt stärker in Richtung seiner ganz teuren Marken wie Louis Vuitton und Dior.

Genau dort sehen viele Beobachter die größere Stabilität. Das Premiumsegment bleibt gefragt, während Labels mit breiterem Kundenkreis stärker unter dem vorsichtigeren Konsum leiden. Für LVMH wird damit weniger das einzelne Quartal entscheidend als die Frage, wie schnell sich die Nachfrage in den Kernmärkten wieder fängt.

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