LVMH Aktie: RBC senkt Kursziel auf 475 Euro

RBC senkte Rating und Kursziel, während Jefferies sein Ziel ebenfalls reduzierte; die geplante Holding-Neuordnung benötigt noch Genehmigungen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie seit Jahresbeginn 39 Prozent schwächer
  • RBC stuft LVMH auf Sector Perform herab
  • Jefferies senkt Kursziel auf 440 Euro
  • Holding-Fusionen warten auf behördliche Zustimmung

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH spürt den anhaltenden Gegenwind im weltweiten Konsumumfeld deutlich. Am gestrigen Mittwoch verlor der Titel 1,9 Prozent und schloss bei 390,20 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang damit auf 39 Prozent. Das Marktumfeld für hochpreisige Konsumgüter bleibt von Zurückhaltung geprägt, während der Konzern zugleich gesellschaftsrechtliche Weichenstellungen vorantreibt.

Neuordnung der Holding und eigene Aktien

Am Dienstag reichte LVMH bei der französischen Finanzmarktaufsicht AMF eine Pflichtmitteilung über Transaktionen in eigenen Papieren ein. Diese Rückkäufe fanden im Zeitraum vom 21. bis zum 25. September statt. Das Volumen der gehandelten Stücke bezifferte das Unternehmen in der Veröffentlichung nicht.

Parallel dazu treibt die Familie von Bernard Arnault eine Bereinigung der Eigentümerverhältnisse voran. Am 23. September legte die Familie einen Vorschlag zur Konsolidierung der Dachstruktur vor. Vorgesehen sind aufeinanderfolgende Fusionen.

Nach Abschluss soll die börsennotierte Einheit Christian Dior direkt 49,76 Prozent des LVMH-Kapitals sowie 65,55 Prozent der Stimmrechte halten. Das Vorhaben steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmungen und aufsichtsrechtlicher Ausnahmen.

Skepsis bei den Analysehäusern

Die verhaltene Konsumstimmung schlägt sich auch in den Bewertungen der Branchenbeobachter nieder. Am 22. September stufte RBC Capital Markets die Aktie von „Outperform“ auf „Sector Perform“ ab. Das Analysehaus senkte das Kursziel von 575 auf 475 Euro.

Als Ursachen nannten die Experten das schwächere makroökonomische Umfeld sowie die gedämpfte Luxusnachfrage, die bis in das Geschäftsjahr 2027 anhalten dürfte. Belastend wirken laut RBC geopolitische Konflikte im Nahen Osten, höhere Ölpreise, Marktschwankungen und eine straffere Geldpolitik. Am selben Tag reduzierte auch Jefferies das Kursziel für den Titel von 510 auf 440 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Neutral“.

Initiativen und Markenpräsenz

Neben den Kapitalmarkt-Themen setzt der Konzern operative Akzente in der Lieferkette. Am 21. September verkündete das Unternehmen eine Partnerschaft mit Bpifrance im Rahmen des Programms LIFE 360 Business Partners. Ziel der Kooperation ist es, französische kleinere und mittlere Betriebe bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Zugleich bereitet sich die Gruppe auf öffentliche Veranstaltungen vor. Am 24. September startete eine neue Reservierungsrunde für die Tage des offenen Denkmals unter dem Titel Les Journées Particulières. Auch die Modemarken zeigten Präsenz.

Loro Piana präsentierte am 28. September im Palazzo di Brera die Kollektion für Frühjahr und Sommer 2027, gefolgt von Fendi am 25. September. Zudem erhielten sechs Häuser der Sparte Belmond am 23. September eine Auszeichnung unter den weltweit führenden Hotels.

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