LVMH Aktie: Zenith setzt Schweizer Stellen aufs Spiel
Zum 31. Oktober weist LVMH knapp 495 Millionen Aktien sowie rund 743 Millionen Bruttostimmrechte aus.

- Knapp 739,4 Millionen Nettostimmrechte ausgewiesen
- LVMH legt eigene Aktiengeschäfte offen
- Louis Vuitton ernennt neuen Kreativchef
- Zenith prüft Stellenabbau für bis zur Hälfte der Belegschaft
LVMH hat gestern seine monatlichen Angaben zum Aktienkapital und zu den Stimmrechten veröffentlicht. Zum 31. Oktober zählte das Unternehmen 494.606.080 ausstehende Aktien und 743.358.184 Bruttostimmrechte. Die Pflichtmitteilung weist außerdem 739.382.278 Nettostimmrechte aus.
Kapitalmarktmitteilungen und Befragung eines Managers
LVMH legte zudem Transaktionen in eigenen Aktien offen und übermittelte die entsprechende Mitteilung an die französische Finanzmarktaufsicht AMF. Auch eine frühere Veröffentlichung betraf Geschäfte mit eigenen Aktien und wurde der Aufsicht vorgelegt.
Über eine Befragung von Jean-Jacques Guiony berichtete Le Monde am 30. Oktober. Französische Ermittler befragten das Mitglied des LVMH-Exekutivkomitees zu den historischen Käufen von Hermès-Aktien durch LVMH. Das Unternehmen erklärte, laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
Veränderungen bei Louis Vuitton und Zenith
Bei Louis Vuitton wurde Hector Muelas Medienberichten zufolge zum Chief Brand Creative Officer ernannt. Die am 23. Oktober gemeldete Personalentscheidung trat am Sonntag in Kraft.
Bei der zu LVMH gehörenden Uhrenmarke Zenith begann vor rund zwei Wochen laut Reuters ein Konsultationsprozess. Dieser könnte bis zur Hälfte der Schweizer Belegschaft dem Risiko eines Stellenabbaus aussetzen. Zenith richtet sich dabei stärker auf profitablere Luxusuhren aus. Ein vollzogener Stellenabbau wurde damit nicht gemeldet; Reuters beschrieb mögliche Entlassungen im Rahmen des begonnenen Konsultationsprozesses.
Vor gut drei Wochen wurden außerdem Geschäfte von Louis Vuitton und Celine bei Protesten in Paris beschädigt. Nach einem Bericht von Le Monde zerbrachen die Schaufenster des Louis-Vuitton-Geschäfts; die Celine-Filiale wurde geplündert. Betroffen waren damit zwei Marken, deren Pariser Geschäfte Gegenstand des Berichts waren.
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