Lynas: 50-Millionen-Investment in JS-Link-Fabrik

Lynas Rare Earths baut mit Partner JS Link eine Magnetproduktion in Malaysia auf, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten zu reduzieren.

Die Kernpunkte:
  • Magnetwerk in Kuantan geplant
  • 50 Mio. AUD Investition in JS Link
  • Jährlich 3.000 Tonnen Magnete
  • Aktie fällt auf 9,45 Euro

Lynas Rare Earths will die eigene Wertschöpfungskette massiv verlängern. Der australische Konzern baut dazu eine eigene Magnetproduktion in Malaysia auf. Damit verringert das Unternehmen die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten für kritische Rohstoffe.

Strategischer Vorstoß in Malaysia

Lynas festigt seine Allianz mit dem südkoreanischen Hersteller JS Link. Aus einer ursprünglichen Absichtserklärung wird nun eine feste, langfristige Partnerschaft. Kern des Deals ist eine neue Fabrik für Hochleistungsmagnete in Kuantan.

Das Werk soll jährlich 3.000 Tonnen gesinterte Neodym-Eisen-Bor-Magnete produzieren. Lynas investiert dafür rund 50 Millionen Australische Dollar direkt in JS Link. Parallel dazu sichert sich JS Link seltene Erden für seine Werke bis zum Jahr 2038.

Unabhängigkeit als Wettbewerbsvorteil

Die neue Fabrik entsteht in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Lynas-Raffinerie. Das spart Logistikkosten und beschleunigt die Verarbeitungsprozesse. Der Konzern wandelt sich damit vom reinen Bergbauunternehmen zum integrierten Produzenten wichtiger Komponenten für Elektroautos und Windkraftanlagen.

An der Börse herrscht derweil eine abwartende Haltung. Die Lynas-Aktie verlor zuletzt an Boden und notiert aktuell bei 9,45 Euro. Innerhalb der vergangenen 30 Tage gab der Kurs um rund 14 Prozent nach.

Die Partnerschaft mit JS Link ist ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie „Towards 2030“. Bis zur geplanten Inbetriebnahme der neuen Fabrik müssen die Baukosten und der Zeitplan stabil bleiben. Die Versorgungssicherheit außerhalb Chinas bleibt dabei das wichtigste Argument für die langfristige Bewertung des Konzerns.

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