Lynas Aktie: Chancenreiche Zukunftsperspektiven!

Der Seltenerdproduzent verzeichnete einen Umsatzanstieg von 43 % dank höherer Preise und kündigte den geplanten Abgang von CEO Amanda Lacaze an. Die Aktie reagierte positiv auf die Zahlen.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz wächst um 43 Prozent im Quartal
  • Verkaufspreise steigen um rund 74 Prozent
  • Geplanter CEO-Wechsel bis Mitte 2026
  • Produktion durch Wartung und Stromprobleme gedrückt

Ein kräftiger Umsatzsprung, höhere Verkaufspreise und ein angekündigter Führungswechsel prägen derzeit das Bild bei Lynas Rare Earths. Die Aktie setzt heute ihre Aufwärtsbewegung fort und notiert am Vormittag bei rund 16,48 Austral-Dollar. Im Zentrum stehen die jüngsten Quartalszahlen und die Frage, wie gut das Unternehmen trotz operativer Probleme seine Expansion vorantreibt.

Deutlich höherer Umsatz dank Preisanstieg

Im Quartalsbericht für den Zeitraum bis Ende Dezember 2025 meldete Lynas Bruttoumsatzerlöse von 201,9 Mio. Austral-Dollar. Gegenüber 141,2 Mio. Austral-Dollar im Vorjahresquartal entspricht das einem Plus von 43 %.

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Treiber war vor allem der deutliche Anstieg der realisierten Verkaufspreise:

  • Durchschnittlicher Verkaufspreis: 85,60 A$/kg
  • Vorjahreswert: 49,20 A$/kg
  • Preissteigerung: rund 74 %

Diese Preisentwicklung kompensierte schwächere Produktionsmengen. Die Produktion von Rare Earth Oxides (REO) lag im Quartal bei 2.382 Tonnen, nach 3.993 Tonnen im Vorquartal. Als Gründe nennt Lynas erhebliche Stromversorgungsstörungen im neuen Verarbeitungswerk in Kalgoorlie (Western Australia) sowie umfangreiche, zuvor geplante Wartungsarbeiten in der Anlage in Malaysia.

Die Produktion der für Magnetanwendungen wichtigen Elemente Neodym und Praseodym (NdPr) belief sich auf 1.404 Tonnen.

Trotz laufender, kapitalintensiver Ausbauprojekte weist das Unternehmen weiterhin eine solide Liquiditätsposition aus: Zum Quartalsende verfügte Lynas über Barmittel und kurzfristige Einlagen von 1,03 Mrd. Austral-Dollar.

CEO-Wechsel mit Ansage

Parallel zu den Zahlen hat Lynas einen bedeutenden Schritt im Management angekündigt. CEO und Managing Director Amanda Lacaze will zum Ende des laufenden Geschäftsjahres in den Ruhestand gehen. Sie führt das Unternehmen seit mehr als zwölf Jahren und wird weithin damit in Verbindung gebracht, Lynas aus einer kritischen Phase heraus zu einem der größten Seltenerdproduzenten außerhalb Chinas entwickelt zu haben.

Lacaze bleibt bis zum 30. Juni 2026 im Amt, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten. Das Unternehmen hat bereits eine weltweite Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger gestartet. Der anstehende Führungswechsel fällt in eine Phase, in der Lynas von der Stabilisierung der vergangenen Jahre in eine neue Expansions- und Weiterverarbeitungsphase übergeht.

Marktumfeld und Einordnung

Die positive Kursreaktion spiegelt auch eine breitere Erholung im Seltenerdsektor nach einem schwierigen Jahr 2025 wider. Der Umsatzsprung von 43 % signalisiert ein deutlich angespanntes Preisumfeld für kritische Rohstoffe. Dazu tragen auch politische Initiativen westlicher Länder bei, die unabhängige Lieferketten für strategische Materialien aufbauen wollen.

Die Probleme am Standort Kalgoorlie verdeutlichen, wie anspruchsvoll das Hochfahren komplexer Verarbeitungsanlagen ist. Der Kursanstieg legt jedoch nahe, dass der Markt derzeit stärker auf die Erlöspotenziale der verbesserten Preissituation blickt als auf die vorübergehenden Produktionsengpässe. Mit dem gemeldeten durchschnittlichen Verkaufspreis von 85,60 A$/kg deutet sich an, dass sich der Markt für NdPr und schwere Seltene Erden deutlich über den Tiefstständen aus Ende 2024 und Anfang 2025 stabilisiert hat.

Ausblick: Produktion, Projekte, Führungswechsel

Für die nächsten Monate ist die Stabilisierung der Produktion in Kalgoorlie ein zentrales Thema. Das Management berichtet, dass sich die Stromversorgungssituation verbessert habe und Off-Grid-Energielösungen vorangetrieben werden, um künftige Risiken zu verringern.

Ein weiterer wichtiger Hebel für 2026 ist die Inbetriebnahme des Ausbauprojekts in der Mine Mt Weld. Die Flotationsanlage läuft derzeit bereits mit rund 70 % der Kapazität. Damit verfügt Lynas über Spielraum, die Rohstoffzufuhr zu erhöhen, sobald Engpässe in der Weiterverarbeitung abgebaut sind.

Wesentlich für die Wahrnehmung am Kapitalmarkt wird zudem der planmäßige Übergang im CEO-Amt bis zur Jahresmitte sein. Parallel dazu zielt das Unternehmen darauf ab, in Malaysia in der zweiten Jahreshälfte 2026 erstmals getrennte schwere Seltene Erden zu produzieren – ein Meilenstein für die weitere Positionierung entlang der Wertschöpfungskette.

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