Lynas Aktie: Frustration wächst!

Neue US-Pläne zu Rohstoffpreisen lösen Kursverluste bei Lynas aus, obwohl das Unternehmen steigende Umsätze meldet. Auch Produktionsausfälle und ein bevorstehender CEO-Wechsel belasten die Stimmung.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust nach US-Plänen für Preisuntergrenzen
  • Umsatzsprung trotz Produktionsrückgang im Quartal
  • Australien hält an eigener Rohstoffreserve fest
  • Bevorstehender Wechsel an der Unternehmensspitze

Politik statt Produktion: Heute geriet der Seltene-Erden-Sektor an der australischen Börse deutlich unter Druck. Auslöser waren neue Signale aus den USA zur künftigen Rohstoffpolitik – und die Sorge, staatlich koordinierte Preisuntergrenzen könnten den Markt stärker verzerren als stabilisieren. Bei Lynas kommt dazu: Operativ lief zuletzt nicht alles rund.

Wichtige Fakten im Überblick:
– Kurs: 14,91 AUD
– Tagesveränderung: -6,84%
– Q2-Umsatz: 201,9 Mio. AUD (+43% zum Vorjahr)
– Durchschnittspreis: 85,60 AUD/kg (Vorjahr: 49,20 AUD/kg)

US-Pläne lösen Verkaufswelle aus

Laut Marktdaten von IG fiel die Aktie in der Mittwochssitzung um 6,84% auf 14,91 AUD. Der Rückgang folgte auf Aussagen von US-Vizepräsident JD Vance. Er skizzierte Pläne für einen bevorzugten Handelsblock mit Verbündeten. Teil davon: koordinierte Preisuntergrenzen, die nicht-chinesische Anbieter vor einem möglichen „Überschwemmen“ des Marktes durch China schützen sollen.

Die Idee dahinter ist, Preise zu stabilisieren und Investitionen in kritische Rohstoffe in den USA und bei Partnern zu fördern. Am Markt überwog jedoch Skepsis: Staatlich gesetzte Untergrenzen könnten freie Preisbildung ausbremsen, mögliche Aufwärtschancen deckeln und damit die Preissetzungsmacht der Produzenten schwächen. Genau diese Erwartung traf den Sektor spürbar.

Auch andere Seltene-Erden-Werte schwächeln

Lynas stand mit dem Rücksetzer nicht allein. Weitere ASX-notierte Titel rutschten teils noch stärker ab:
– Metallium: -10,58%
– Australian Rare Earths: -10,26%
– Australian Strategic Materials: -9,97%

Die Nervosität hat auch einen Vorlauf: Bereits Ende Januar berichtete Reuters, die Trump-Regierung habe sich von Plänen zurückgezogen, Mindestpreise für Projekte zu kritischen Mineralien breit abzusichern. Als Gründe wurden fehlende Finanzierung durch den Kongress und die praktische Schwierigkeit genannt, „richtige“ Marktpreise staatlich festzulegen.

Australien hält an Reserveprogramm fest – Quartalszahlen im Blick

Trotz der US-Unsicherheit betonte Australiens Rohstoffministerin Madeleine King Ende Januar, das werde die nationale Strategie nicht aus der Bahn werfen. Australien verfolgt weiter ein strategisches Reserveprogramm für kritische Mineralien im Umfang von 1,2 Mrd. AUD. Der staatliche Vorrat soll Antimon, Gallium und Seltene-Erden-Elemente priorisieren und in der zweiten Jahreshälfte 2026 einsatzbereit sein.

Unternehmensseitig meldete Lynas am 21. Januar laut Reuters einen Umsatzsprung im zweiten Quartal um 43% auf 201,9 Mio. AUD. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 85,60 AUD je Kilogramm und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 49,20 AUD. Gleichzeitig bremsten Stromausfälle am Standort Kalgoorlie in Westaustralien die Produktion: Die Gesamtmenge an Seltene-Erden-Oxiden sank auf 2.382 Tonnen, nach 3.993 Tonnen im Vorquartal.

Zusätzlich rückt der Führungswechsel näher: CEO Amanda Lacaze will zum 30. Juni in den Ruhestand gehen, nach 12 Jahren an der Spitze. In der Telefonkonferenz im Januar sagte sie, staatliche Regelungen rund um Preisuntergrenzen hätten die Funktionsfähigkeit des Seltene-Erden-Marktes verbessert.

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